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Kategorie: Völkerrecht & Landesrecht
485 Artikel

Docenti di diritto: „Sì ai diritti umani e alla democrazia, no all’iniziativa per l’autodeterminazione!“

Docenti di diritto di tutte le Facoltà di giurisprudenza svizzere respingono la cosidetta iniziativa per l’autodeterminazione. Nove Punti: 1. L’iniziativa detta per l’autodeterminazione crea incertezza giuridica. 2. L’iniziativa detta per l’autodeterminazione è una contraddizione in termini. 3. L’iniziativa detta per l’autodeterminazione, creando incertezza giuridica, nuoce al Tribunale federale. 4. L’iniziativa detta per l’autodeterminazione mette a repentaglio le relazioni economiche della

Enseignantes et enseignants de droit: „Oui aux droits humains et à la démocratie, non à l’initiative pour l’autodétermination !“

Enseignantes et enseignants de droit de toutes les disciplines juridiques des Facultés de droit suisses rejettent l’initiative dite pour l’autodétermination. 9 points: 1. L’initiative dite pour l’autodétermination crée une forte insécurité juridique. 2. L’initiative dite pour l’autodétermination est contradictoire. 3. L’initiative dite pour l’autodétermination, de par l’incertitude juridique qu’elle crée, est dommageable pour le Tribunal fédéral. 4. L’initiative dite pour

Hochschullehrerinnen und -lehrer der Rechtswissenschaft: „Ja zu Menschenrechten und Demokratie, Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative“

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer aller rechtswissenschaftlichen Fächer der juristischen Fakultäten der Schweiz lehnen die sog. Selbstbestimmungsinitiative ab. Neun Punkte: 1. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative schafft Rechtsunsicherheit. 2. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative ist selbstwidersprüchlich. 3. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative schadet durch die Rechtsunsicherheit, die sie schafft, dem Bundesgericht. 4. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative gefährdet die wirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz. 5. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative schwächt die völkerrechtliche

Niccolò Raselli: Was will die sog. Selbstbestimmungs-Initiative?

Die Selbstbestimmungsinitiative – ein Etikettenschwindel Die Selbstbestimmungsinitiative richtet sich nur scheinbar gegen sogenannte „fremde Richter“. Die Etikette „fremde Richter“ dient lediglich als xenophober Beschleuniger. In Wirklichkeit gilt der Kampf der eignen Justiz, der Dritten Gewalt.  Christoph Blocher und seine SVP möchten diese am liebsten durch Volksentscheide ersetzen, wie das bei der massiv verworfenen Durchsetzungsinitiative der Fall gewesen wäre. Mit der

Gemeinsame Erklärung von 330 Appenzell-Ausserrhoder Stimmberechtigten gegen die „SBI“

330 Appenzell-Ausserrhoder Stimmberechtigte haben in der „Appenzeller Zeitung“ vom 3.11.2018 unter dem Titel „Wir sagen Nein zur Selbstbestimmungsinitiative“ folgende Erklärung veröffentlicht: „Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative, über die wir am 25. November abstimmen, will in der Bundesverfassung einen starken Vorrang des Verfassungsrechts gegenüber dem Völkerrecht einführen. Wir lehnen diese Initiative entschieden ab. Das demokratisch legitimierte Eingehen von völkerrechtlichen Beziehungen ist Ausdruck nationaler

Henry-Dunant-Gedenkfeier: Durch Ablehnung der „SBI“ ein Zeichen für humanitäre Haltung und Menschenrechte setzen

Aus dem Bericht der „Appenzeller Zeitung“ (2.11.18, S. 26) über die diesjährige Gedenkfeier in Heiden (AR) am Todestag von Henry Dunant: „In seiner Ansprache schlug Norbert Näf den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart. ‚Die Friedensglocke ermahnt uns, für Frieden in der Welt einzustehen und humanitäre Werte hochzuhalten“, sagte der Präsident des Vereins Henry-Dunant-Museum. Bei der Abstimmung zur Selbstbestimmungs-Initiative sei

Dick Marty über die Folgen einer Annahme der „Selbstbestimmungs-Initiative“

Auszug aus dem Beitrag Dick Martys* zu „Freiheit und Menschenrechte. Nein zur Anti-EMRK-Initiative“: „(…) Ein wichtiger Schutz unserer Grundrechte Sollte die Volksinitiative der SVP gegen die vermeintlichen fremden Richter von Volk und Ständen angenommen werden, müsste sich die Schweiz aus dem Europarat zurückziehen und die Menschen aus der Schweiz würden das Recht verlieren, in Strassburg gegen möglicherweise grundrechtswidrige Urteile aus

Dick Marty über den Nutzen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Auszug aus dem Beitrag Dick Martys* zu „Freiheit und Menschenrechte. Nein zur Anti-EMRK-Initiative„: „(…) Strassburg und die Modernisierung unseres Rechts Die Rechtsprechung des Strassburger Menschenrechtsgerichtshofes sollte einen entscheidenden Einfluss haben auf die Modernisierung des schweizerischen Rechts. So kannten verschiedene Kantone Strafprozessordnungen, welche im Widerspruch standen zur EMRK. Dies etwa mit Bezug auf die notwendige Trennung zwischen den Anklageorganen und den

„Liberté et droits humains“: Un livre contre l’initiative „pour l’autodétermination“

L’ancien Conseiller national Andreas Gross, Fredi Krebs, Martin Stohler et Cédric Wermuth viennent de publier un livre intitulé „Liberté et droits humains. Non à l’initiative contre la CEDH.“ (218 p. Editions le Doubs – Service Public). Contenu: Compréhension de l’initiative en cause Niccolo Raselli: Réduire en cendres les droits de l’homme Martin Stohler et Andreas Gross: Les initiatives populaires de

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und wirtschaftsrelevante Staatsverträge. Folge 3: Freihandelsverträge

Auszug aus dem Gutachten von Prof. Christine Kaufmann, erstellt im Auftrag des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse (S. 18 ff., hier ohne Fussnoten wiedergegeben). Link zu Folge 1: WTO. Link zu Folge 2: Investitionsschutzabkommen. Die Gutachterin behandelt das Thema Freihandelsabkommen am Beispiel desjenigen mit der Volksrepublik China. Schlussabschnitt unter dem Titel „Zwischenfazit“: „Die Ausführungen zeigen, dass Konflikte zwischen dem FHA-China und der Umsetzung

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und wirtschaftsrelevante Staatsverträge. Folge 2: Investitionsschutz-Abkommen

Auszug aus dem Gutachten von Prof. Christine Kaufmann, erstellt im Auftrag des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse (S. 13 ff., hier ohne Fussnoten wiedergegeben). Link zu Folge 1: WTO. Die Gutachterin behandelt das Thema Investitionsschutzabkommen (ISA) am Beispiel desjenigen zwischen der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Schlussabschnitt unter dem Titel „Zwischenfazit“: „Das Beispiel des ISA CH-VAE zeigt, dass die Selbstbestimmungsinitiative und

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und wirtschaftsrelevante Staatsverträge. Folge 1: WTO

Auszug aus dem Gutachten von Prof. Christine Kaufmann, erstellt im Auftrag des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse (S. 9 ff., hier ohne Fussnoten wiedergegeben): Zusammenfassung: „Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Annahme der SBI für die Mitgliedschaft der Schweiz bei der WTO (multilaterale Abkommen) und die von ihr eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen plurilateraler Abkommen eine Reihe von Fragen aufwirft, falls es zu Konflikten

Giusep Nay zur „Selbstbestimmungs-Initiative“: „Ein Trojanisches Pferd“

Link zum Artikel. Auszug: „(…) Die nur so genannte Selbstbestimmungsinitiative hat nichts mit der Wahrung unserer Selbstbestimmung, nichts mit einer angeblichen Rettung der direkten Demokratie und nichts mit der Abwehr von fremden Richtern zu tun. Entscheidend ist der Wortlaut der Verfassungsänderungen gemäss dem Initiativtext und nicht die anderslautende Abstimmungspropaganda. Gemäss diesem will die SVP-Initiative das Völkerrecht und den Schutz der

Die „Selbstbestimmungs-Initiative“ und die Pflicht der Staaten, Verträge einzuhalten

Die Pflicht der Staaten, Verträge einzuhalten – „Pacta sunt servanda“ -, war und ist Völker-Gewohnheitsrecht. 1969 wurde sie zudem im „Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge“ (Wiener Vertragsrechtskonvention, VRK) festgehalten. Für die Schweiz trat es am 6. Juni 1990 in Kraft. Vor der Abstimmung über die „Selbstbestimmungsinitiative“ lohnt sich ein Blick in dieses gut verständliche Dokument. Für die Beurteilung

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Für die Wirtschaft wäre das Hauptproblem Rechtsunsicherheit

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse beauftragte Christine Kaufmann, Professorin für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Zürich, mit einem Gutachten über „Mögliche Auswirkungen der Eidgenössischen Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“ auf ausgewählte wirtschaftsrelevante Staatsverträge“ . An einer Medienkonferenz am 6. April 2017 stellte Christine Kaufmann dieses Gutachten vor und kam zum Schluss, „dass die Selbstbestimmungsinitiative viele Fragen aufwirft,

Christine Kaufmann wird Leiterin des OECD-Ausschusses für verantwortungsvolle Unternehmensführung

„Der OECD-Ausschuss für verantwortungsvolle Unternehmensführung hat am 9. Oktober 2018 in Paris Prof. Christine Kaufmann zur neuen Vorsitzenden gewählt. Damit wird dieser Ausschuss zum ersten Mal von einer Schweizerin geleitet. Christine Kaufmann ist Professorin für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Zürich. Sie ist eine international anerkannte CSR-Expertin und leitet im Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) den Themenbereich

Bundesrichter Andreas Zünd erläutert das Bundesgerichtsurteil, mit dem die SVP die „Selbstbestimmungs-Initiative“ rechtfertigt

„Verfassung, Demokratie, Rechtsstaat. Was das Bundesgericht am 12.10.12 entschieden hat.“ Auszug aus dem Beitrag von Bundesrichter Andreas Zünd zum Sammelband „Freiheit und Menschenrechte. Nein zur Anti-EMRK-Initiative“ (Editions le Doubs, 2018, S. 37 ff.): Kurzauszug, Schlussabschnitt: „(…) In der Verfassungsnovelle vom 28.November 2010 kommt ein strenger Massstab zum Ausdruck, der Leitlinie richterlicher Entscheidungen bildet. Dieser strenge Massstab  führte in zwei der

Unsere verletzliche Bundesverfassung und die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Aus einem Post des „Juristenkomitees für die Selbstbestimmungsinitiative“ (SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor und Konsorten): „«Wir sind stets gut damit gefahren, dass sich kein Richter über das Volk stellen kann». Dieser Meinung waren vor 6 Jahren die gleichen Leute, die heute genau das Gegenteil behaupten. #Selbstbestimmungsinitiative Anbei ein paar Zitate aus der ständerätlichen Diskussion 2012 zur Einführung eines Verfassungsgerichts. (…)“ Unser Kommentar

Soirée de discussion: „Le droit international et nous – Wir und das Völkerrecht“

La Chaire de droit international public et droit européen de l’Université de Fribourg invite à une soirée de discussion bilingue F-D autour de l’initiative populaire pour l’auto-détermination, suivie d’un apéritif offert par la Société suisse de droit international. Lundi 05.11.2018 17:15 – 19:00, MIS 03 auditoire B, Avenue de l’Europe 20, Fribourg. Intervenants: Prof. Samantha Besson, Université de Fribourg (présidence), Prof. Oliver

Das Nein des Gewerbeverbands zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

„Gegen die Selbstbestimmungsinitiative spricht ihre «alles oder nichts» Ausrichtung. Es ist unklar, welche völkerrechtlichen Verträge überhaupt betroffen sind. Ebenso unklar ist, welche Auswirkungen die Kündigungen der Verträge hätten. Zudem halten die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen die Behörden an, sich über bestehende vertragliche Verpflichtungen hinwegzusetzen. Das widerspricht der Schweizer Rechtskultur und schwächt die Position der Schweiz im Verkehr mit anderen Staaten. Insgesamt sind

Initiative „autodétermination“: Prise de position du Conseil synodal des Eglises réformées Berne-Jura-Soleure

Le Conseil synodal des Eglises réformées Berne-Jura-Soleure réaffirme ses convictions selon lesquelles les traditions et les valeurs chrétiennes nourrissent les efforts incessants déployés depuis des décennies en faveur des droits humains. Et il se montre préoccupé par le fait que l’initiative dite pour l’autodétermination «Le droit suisse au lieu de juges étrangers», sur laquelle le peuple suisse se prononcera le

Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

„Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn ist besorgt über den Angriff auf Menschenrechte. Er gibt seiner Überzeugung Ausdruck, dass die christliche Tradition und die christlichen Werte den unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte nahelegen. Über die Selbstbestimmungsinitiative wird am 25. November abgestimmt. Die Menschenrechte sind der Versuch, den mit den Werten und der Tradition der christlichen Kirchen eng verbundenen Begriff des

Anregung für eine persönliche Aktion gegen die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Möchten Sie persönlich, individuell, noch etwas gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ unternehmen? Setzen Sie das Vertrauen ein, das Ihnen Ihre Freundinnen, Freunde und Bekannten entgegenbringen. Zum Beispiel so: Muster-E-Mail (erprobt durch den Präsidenten von „Unser Recht“), frei zum Abwandeln und Verbessern: „Guten Tag Mit diesem Mail wende ich mich an ausgewählte Personen, denen ich in verschiedenen Lebensbereichen begegnen durfte (evtl. hinzufügen: und

Ist das Stimmrecht ein Menschenrecht?

Ein Menschenrecht ist ein Recht, das einer Frau oder einem Mann allein deshalb zusteht, weil sie oder er ein Mensch ist: „Die Menschenrechte stehen jedem einzelnen Menschen aufgrund seines Menschseins zu. Daher werden die Menschenrechte auch als angeboren, unverletzlich und unveräusserlich bezeichnet. Sie schützen die Würde des Menschen gegenüber der Willkür des Staates und sind von der Staatsangehörigkeit unabhängig.“ Ist

„Selbstbestimmungs-Initiative“: „Kampf um das letzte Wort“ – oder: Missglückter Griff in die Trickkiste

Aus der Trickkiste: Man formuliere eine blöde Frage, unterstelle dem politischen Gegner eine ebenso blöde Antwort und steche diese ab. So die „Weltwoche“ (18.10.18) unter dem Titel „Kampf um das letzte Wort“: „Gibt es Entscheide, die nur von Experten gefällt werden dürfen, weil das Stimmvolk gar nicht in der Lage ist, die Tragweite seines Votums zu erkennen? Um diese Grundsatzfrage

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Der „Dringende Aufruf“ greift ein

Der „Dringende Aufruf“, eine spontan gebildete Gruppierung der Zivilgesellschaft, trug wesentlich zur überraschend klaren Ablehnung der Durchsetzungsinitiative bei. Jetzt beteiligt sich der „Dringende Aufruf“ am Kampf gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“. Link zu den „sieben Gründen“, zur Unterschriftensammlung und und zur Liste der Erstunterzeichnenden. Link zum Argumentarium.

Pro Juventute und weitere Kinder- und Jugendschutz-organisationen sagen Nein zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

Pro Juventute engagiert sich zusammen mit vielen Kinder- und Menschenrechtsorganisationen in der Allianz der Zivilgesellschaft gegen die sogenannte «Selbstbestimmungs-Initiative»: „Ziel der Initiative ist es, die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ausser Kraft zu setzen. Damit verlieren wir die Rückversicherung für unsere Grundrechte und einen wichtigen Schutz für Kinder und Jugendliche.“ Link zur vollständigen Stellungnahme. Auf der Liste der Partnerorganisationen von Schutzfaktor M

EMRK, „Selbstbestimmungs-Initiative“ und Pflicht zur Befolgung von Urteilen des EGMR

Würde die „Selbstbestimmungsinitiative“ angenommen so würden Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nur noch nach Gutdünken umgesetzt. Das werde schon keine Nachteile für die Schweiz haben, und die Europäische Menschenrechtskonvention müsse schon nicht gekündigt werden, beschwichtigen die Befürworter. So sagt Nationalrat Hans-Ueli Vogt in einem Interview der „Schweiz am Wochenende“ (20.10.18): „Einzelne Gerichtsentscheide können zu einem Konflikt mit dem internationalen Recht

Pierre Rom: „Gedanken zur Selbstbestimmungs-Initiative“

Erstveröffentlichung am 15.10.2018 auf der Facebookseite von Pierre Rom*, hier übernommen mit seiner freundlichen Genehmigung. Über die SBI (Selbstbestimmungsinitiative, Abstimmung vom 25. November) wird heftig diskutiert, Befürworter und Gegner versuchen sich mit ihren Argumenten gegenseitig zu überzeugen. Es geht aber nicht darum zu streiten wer die Wahrheit – was man darunter auch versteht – kennt, sondern zu verstehen, was die

Der Beitritt zum Migrationspakt der UNO und die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Für die SVP zeigt der Beschluss des Bundesrates, dem Migrationspakt der UNO beizutreten, dass man der „Selbstbestimmungsinitiative“ zustimmen müsse.   Ganz im Gegenteil!   Diese Äusserung der SVP bestätigt, dass die SBI die Selbstbestimmung der Schweiz nicht stärken, sondern vermindern will, indem sie die Handlungsfreiheit der verfassungsmässig zuständigen Behörden in den schweizerischen Aussenbeziehungen einschränkt. Siehe hierzu Jean-Daniel Gerber: „Wer souverän

NZZ-Chefredaktor Eric Gujer: Wo will man im Grosskonflikt um Völkerrecht und Friedensordnung stehen?

Im Leitartikel von Samstag, 13. Oktober 2018 spricht sich NZZ-Chefredaktor Eric Gujer klipp und klar gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ aus (Link). „(…) Natürlich hängt vom Ausgang einer Abstimmung in der Schweiz nicht die Zukunft Europas ab. Aber es ist auch eine Frage der Selbstachtung, wo man in diesem Grosskonflikt stehen möchte: auf der Seite der Verteidiger des Völkerrechts und der Friedensordnung

Ein SBI-Befürworter: „…so würden Sie noch heute einem Lehnsherrn gehören“

Ein Befürworter der „Selbstbestimmungsinitiative“ twittert am 14.10.2018: „Wenn man Verträge nie neu ausgehandelt hätte, so würden Sie noch heute einem Lehnsherren gehören!“ Unser Antwort-Tweet: „Neu aushandeln wenn nötig: o.k., sofern möglich. Wenn die Vertragsparteien nicht wollen: Vor- und Nachteile einer Kündigung abwägen und dann über Kündigung entscheiden. Aber NICHT BRECHEN. Und auch NICHT AUTOMATISCH KÜNDIGEN, sondern nach Abwägung.“ Und übrigens:

Unglaublich: Selbst „10 vor 10“ hält „Luxemburg“ und „Strassburg“ nicht auseinander!

Wenn es der SVP gelingt, bei vielen Wählerinnen und Wählern den Eindruck zu erwecken, es sei das EU-Gericht, das über Beschwerden wegen Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) urteile, kann das viele Prozentpunkte der Zustimmung zur „Selbstbestimmungsinitiative“ beitragen. Schliesslich kämpfen jetzt gerade fast alle Parteien, von der SVP bis zur SP, gegen die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg für Streitigkeiten

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und Bedeutung des Europarats für die Schweiz: Interview mit Liliane Maury-Pasquier

Wichtig wäre, dass die Diskussion über die „Selbstbestimmungsinitiative“ das Bewusstsein um den Wert der Mitgliedschaft unseres Landes im Europarat stärken würde. Der Einsatz für die Menschenrechte in Europa ist eine der Hauptaufgaben des Europarats. Hierfür haben seine Mitglieder die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) abgeschlossen und ein gemeinsames – nicht „fremdes“ – Gericht geschaffen: Den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg. Siehe

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und Art. 122 Bundesgerichtsgesetz: „Verletzung der EMRK“

Artikel 122 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG), „Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention“, lautet: „Die Revision wegen Verletzung der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK) kann verlangt werden, wenn: a. der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem endgültigen Urteil festgestellt hat, dass die EMRK oder die Protokolle dazu verletzt worden sind; b. eine Entschädigung nicht geeignet ist, die

Jean-Daniel Gerber zur „Selbstbestimmungs-Initiative“: „Wer souverän sein will, muss Einfluss ausüben können“

Auszug aus einem Artikel von Jean-Daniel Gerber, 2004-2011 Staatssekretär und Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco), in der „NZZ am Sonntag“ vom 7. Oktober 2018 (der vollständige Artikel ist nur gegen Bezahlung einsehbar, online oder gedruckt): „Unabhängig ist, wer frei in seinen Entscheiden ist, lautet eine gängige Definition der Souveränität. Internationale Abkommen begrenzten diese Freiheit, finden die Urheber der Selbstbestimmungsinitiative.

„Freiheit und Menschenrechte“: Ein Buch gegen die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Unter dem Titel „Freiheit und Menschenrechte“ haben alt Nationalrat Andreas Gross, Fredi Krebs, Martin Stohler und Nationalrat Cédric Wermuth ein Buch gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ herausgegeben (233 Seiten, Editions le Doubs). Inhalt: Zum Verständnis dieser Volksinitiative Niccolo Raselli: Zündeln an den Menschenrechten Martin Stohler und Andreas Gross: Die Initiative im SVP-Kontext Andreas Zünd: Verfassung, Demokratie, Rechtsstaat Luc Recordon: Keine Demokratie ohne

„Un poison pour la place scientifique“: swissuniversities dit non à l’initiative „pour l’autodétermination“

Swissuniversities, la conférence des recteurs des hautes écoles suisses, prend position contre l’initiative „pour l’autodétermination“. Introduction: Le 25 novembre 2018, le peuple suisse se prononcera sur l’initiative populaire «Le droit suisse au lieu de juges étrangers» (initiative pour l’autodétermination). Cette initiative vise à inscrire dans la Constitution fédérale la primauté du droit suisse sur le droit international, sous réserve des

Académies suisses des sciences: Non à l’initiative „pour l’autodétermination“

Sous le titre „Concurrence et interconnexion en Europe comme base de la recherche, de la formation et du bien-être“, les Académies suisses des Sciences prennent Position“ (lien au texte complet): „Grâce à une population très bien formée et à d’excellents centres de formation et de recherche, la Suisse a pu relever d’importants défis économiques ces dernières années et s’affirmer dans

Die SVP hat ein Problem mit dem Volk, nicht mit dem Bundesgericht

Die SVP tut, als hätte sie ein Problem mit dem Bundesgericht: Dieses habe 2012 die Ausschaffungsinitiative nicht völkerrechtswidrig umsetzen wollen. Deshalb müsse man jetzt mit der „Selbstbestimmungsinitiative“ das Völkerrecht zurückstufen.   Wenn die Partei das wirklich meint, dann täuscht sie sich. Sie hat ein Problem mit dem VOLK: Volk und Stände haben 2016 – vier Jahre nach dem Bundesgerichtsurteil –

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Befürworter verkaufen das Volk für dumm

SVP-Nationalrat Thomas Matter wiederholte am Kampagnenstart für die „Selbstbestimmungsinitiative“ die Behauptung, eine Annahme der Initiative würde die Menschenrechte nicht gefährden: „Diese seien vollumfänglich in der Bundesverfassung garantiert.“ (Tages-Anzeiger 3.10.18, S. 4). Das ist schlicht und einfach das Volk für dumm verkauft. Man redet ihm ein und erwartet, es glaube, dass es nur darauf ankomme, was in der Verfassung stehe, und

Rückwirkender Entzug der Verpflichtungs-kompetenz – eine Schande für die Schweiz

Durch die Annahme der « Selbstbestimmungsinitiative » werde kein Vertrag gekündigt, sagt SVP-Nationalrat Vogt.   Tatsächlich – und das ist eben der « Faule »: Die Initiative erklärt einfach alle Verträge, die nach geltender Bundesverfassung durch Bundesrat und Parlament abgeschlossen wurden, für nicht mehr « maßgebend » (Art. 190 BV, Version Initiative). Sie werden dann nach Gutdünken angewandt oder verletzt.

Statt schwarzer Schafe Büseli-sanfte SVP-Kampagne für die „Selbstbestimmungs-Initiative“

„Soft, softer, SVP“ überschreibt „SonntagsBlick“ den Bericht, in dem er die Kampagne der SVP für die „Selbstbestimmungsinitiative“ vorstellt. Die Partei zieht Konsequenzen: Ihre Durchsetzungsinitiative ging krass unter, weil eine Mehrheit der Stimmberechtigten hinter Menschenrechten und verhältnismässigem Staatshandeln steht. Ihre Masseneinwanderungsinitiative (MEI) hat sie ganz knapp, mit 50,3 % Ja-Stimmemanteil durchgebracht. In der Kampagne setzte sie auf Verharmlosung: Die Initiative werde

Jacques Dubey: „Fremde Richter. Die Demokratie ist keine ‚Herrschaft der Herde'“

Auszug aus einem Artikel von Jacques Dubey, Professor für Verfassungsrecht an der Universität Fribourg, erschienen in „Le Temps“. Übersetzung: Pascal Witzig, Mitglied von Operation Libero. Link zum Originalartikel in „Le Temps“. Link zur Übersetzung. „(…) Ein politisches Regime (ist) der Bezeichnung «Demokratie» nicht würdig, wenn die Grundregel – das Gutheissen von Gesetzen durch das Volk – nicht noch durch weitere

swissuniversities: Pertinence d’un accord-cadre avec l’UE pour les hautes écoles suisses

Communiqué du 27 septembre 2018: „Les membres de swissuniversities suivent les débats de politique européenne avec attention et préoccupation. La mise en réseau internationale et, en particulier, la coopération européenne en matière de recherche et d’enseignement, sont des facteurs clés de succès pour la place scientifique suisse. Si la Suisse devait perdre du terrain sur la scène internationale, cela aurait

ETH-Rat: Selbstbestimmungs-Initiative bringt Unsicherheit auch für den Forschungsplatz Schweiz

Aus der Medienmitteilung des ETH-Rats vom 27.9.2018: „Am 25. November findet die Abstimmung zur Selbstbestimmungsinitiative statt. Der ETH-Rat ist der Ansicht, dass diese Initiative die guten und verlässlichen internationalen Beziehungen der Schweiz gefährdet und sich negativ auf die Schweizer Forschung auswirken würde. Unsicherheit ist Gift für die Forschung. Dies zeigte sich nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative und dem damit verbundenen

Akademien der Wissenschaften Schweiz lehnen die „Selbstbestimmungs-Initiative“ ab

Stellungnahme der Akademien der Wissenschaften Schweiz vom 27. September 2018: Wettbewerb und Vernetzung in Europa als Grundlage für Forschung, Bildung und Wohlstand Dank einer sehr gut ausgebildeten Bevölkerung und hervorragender Bildungs- und Forschungseinrichtungen konnte die Schweiz in den letzten Jahren wichtige wirtschaftliche Herausforderungen meistern und sich im internationalen Umfeld behaupten. Als forschungs- und innovationsstarkes Land sind wir jedoch nicht nur

Die aussen- und staatspolitischen Schäden, die die „Selbstbestimmungs-Initiative“ anrichten würde

„Nach ihr die Sintflut: Die ‚Selbstbestimmungsinitiative’“ „Après elle, le déluge: L’initiative pour l’autodétermination“ Unter diesem Titel fassen Barbara Kammermann, Corinne Reber und Tobias Naef von foraus (Forum Aussenpolitik) prägnant und knapp in zehn Punkten die aussen- und staatspolitischen Schäden zusammen, die die „Selbstbestimmungsinitiative“ anrichten würde. Link deutsch Lien français

Forschung, Bildung, Volksinitiativen: 1998 – 2014 – 2018. Forschung und Lehre wehren sich für ihre Zukunft!

Nachdem die Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 mit 50,3 Prozent Ja-Stimmenanteil angenommen worden war, sagten sich Viele: Hätten wir das mit etwas stärkerem Einsatz verhindern können? Zu diesen Vielen gehörten auch Frauen und Männer aus Forschung und Bildung. Sie sahen kommen – und erlebten dann auch -, dass die schweizerische Forschung und Hochschulbildung unter diesem Entscheid leiden werde. 1998, vor der

Ausschaffungs-, Masseneinwanderungs- und Selbstbestimmungs-Initiative

Es ist weder neu noch überraschend: Die Befürworter der „Selbstbestimmungsinitiative“ propagieren sie damit, dass die Ausschaffungsinitiative und die Masseneinwanderungsinitiative nicht umgesetzt worden seien. Zur Ausschaffungsinitiative: Die SVP hadert längst nicht mehr mit dem Parlament, sondern mit der Instanz, die sie sonst als „Souverän“ zu bezeichnen pflegt: Volk und Stände haben die „Durchsetzungsinitiative“ überraschend deutlich abgelehnt. Zur Masseneinwanderungsinitiative: Die Initianten behaupteten

Starke Stellung der EMRK im Rechtssystem Deutschlands

„In der Diskussion um die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative spielt auch der Vergleich mit der Regelung des Verhältnisses von Landesrecht und internationalem Recht in Deutschland andauernd eine Rolle. Dabei wird zuweilen der Eindruck erweckt, die angestrebte Regelung sei in Deutschland schon Verfassungswirklichkeit, die Selbstbestimmungsinitiative also nichts weiter als ein Stück verfassungsrechtlichen Alltags. Ist das richtig?“ Matthias Mahlmann, Professor für Philosophie und Theorie

Die Selbstbestimmungs-Initiative greift das Fundament der modernen Demokratie an

Der Beirat von Schutzfaktor M – der Allianz der Zivilgesellschaft gegen die SBI – brachte sich zum Jahrestag der modernen Demokratie mit einem offenen Brief in die Debatte über die trügerische „Selbstbestimmungsinitiative“ ein. Am 12. September 1848 trat die erste Bundesverfassung der modernen Schweiz in Kraft. Ihre Grundzüge bestimmen auch heute noch die Grundlagen der liberalen, sozialen, föderalen und rechtstaatlichen

„Frau Huber geht nach Strassburg“

„Frau Huber geht nach Strassburg“: Unter diesem Titel legt die WOZ als Beitrag zur Meinungsbildung über die „Anti-Menschenrechtsinitiative“ („Selbstbestimmungsinitiative“) eine Reportagenreihe und weitere Beiträge als Buch vor. Aus der Pressemitteilung des Verlags: „Fundiert, engagiert und reflektiert setzt es sich mit den möglichen Folgen der Initiative auseinander. Und erzählt eine bisher unbekannte Geschichte der Schweiz: die ihrer Einwohnerinnen und Einwohner, die

„L’ONU critique le manque d’impartialité de la justice suisse“

Extrait d’un article, publié dans „Le Temps“ le 18 septembre 2018: „Les rapporteurs Nils Melzer et Diego Garcia-Sayan s’inquiètent des pressions qu’a subies le Ministère public de la Confédération. Dans un rapport qui a été mis en ligne début septembre sur le site du HSCDH, les deux juristes critiquent «l’absence de volonté politique [de la Suisse] d’instruire des crimes internationaux».

„Kein Unternehmen schreibt in seine Statuten, es halte sich unter Umständen nicht an Verträge“

In einem Interview mit der NZZ nimmt Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamts für Justiz, wichtige Klärungen zur Selbstbestimmungsinitiative vor und beurteilt sie als undemokratisch. Link zum Interview. Auszüge: „Das Hauptthema der Initiative ist letztlich, dass sie die Kündigung eines Vertrags als Kollateralschaden in Kauf nimmt. Hinzu kommt, dass wir uns teilweise nicht mehr an geltende Verträge halten sollen. Dies in

Gelassenheit und Bereitschaft zur Schadensminderung: Tugenden mit Kehrseite

Nicht erst seit gestern lesen und hören wir immer wieder von gescheiten, gereiften Menschen: Hört doch endlich auf, zu dramatisieren!  Vor jeder Volksabstimmungen behaupten Befürworter und Gegner, wenn man ihnen nicht folge, gehe die Demokratie, die Schweiz oder was sonst noch unter. Wir mögen es nicht mehr hören, nicht mehr lesen. Es beleidigt unsere Intelligenz, unsere Lebenserfahrung. Auch wir, die

Selbstbestimmungs-Initiative: Roger Köppel zur Frage nach EMRK-Kündigung

SVP-Nationalrat Roger Köppel zur Frage, ob man die EMRK kündigen solle (siehe Interview, unten): „Es geht bei der Selbstbestimmungsinitiative darum, die direkte Demokratie zu retten. Mit den Menschenrechten haben wir keine Probleme, die sind alle, erdbebensicher, in unserer Verfassung verankert.“ Wie soll man das verstehen? Als ausweichende Antwort? Oder als Ja zur Kündigung, weil der Schutz der Menschenrechte in der

Eine Hotline für Fragen zur Selbstbestimmungs-Initiative

Operation Libero bietet eine Hotline für Fragen zur Selbstbestimmungsinitiative an: „Hast du Fragen oder Anmerkungen zur “Selbstbestimmungsinitiative” (SBI)? Unser Experten-Team wird dir in Freiwilligenarbeit so schnell wie möglich antworten. Schreibe uns!“ Link zur Hotline.  

Ein parlamentarisches Komitee bekämpft die Selbstbestimmungs-Initiative

Der Verein «BundespolitikerInnen für Demokratie und Rechtsstaat» bildet ein Komitee von BundespolitikerInnen, welche die Selbstbestimmungsinitiative aktiv bekämpfen. Für die Abstimmungskampagne bereiten sie einen Faktencheck vor. Die Homepage heisst denn auch www.faktcheck.ch. Das Ko-Präsidium besteht aus Beat Flach (GLP, AG), Kurt Fluri (FDP, SO), Balthasar Glättli (Grüne, ZH), Rosmarie Quadranti (BDP, ZH), Marco Romano (CVP, TI), Anne Seydoux-Christe (CVP, JU), Marianne

Irreführende Verharmlosung der Selbstbestimmungs-Initiative

Ein neues Bundesgerichtsurteil macht klar, dass die Verharmlosungstaktik der Befürworter der Selbstbestimmungsinitiative irreführend ist. Die Legislative muss eine angenommene Volksinitiative so umsetzen, wie sie geschrieben und gemeint ist. Würde sich der Umgang des Parlaments mit der Masseneinwanderungsinitiative, der nicht nur durch die Initianten als Nichtumsetzung betrachtet wird, als normbildend erweisen, sänke das Initiativrecht verfassungswidrig zu einem erweiterten Petitionsrecht ab. Das Bundesgericht entschied,

Vortrag über Relevanz von EMRK-Urteilen in Schweizer Gerichtspraxis

Das Europa-Institut an der Universität Zürich lädt ein zu einem Mittagsvortrag von Stephan Breitenmoser, Ordinarius für Europarecht an der Universität Basel, Richter am Bundesverwaltungsgericht, am Freitag, 28. September, in Zürich: „Die Relevanz von EMRK-Urteilen in der Praxis schweizerischer Gerichte“. Link zur Ausschreibung.  

Selbstbestimmungs-Initiative: SVP will Plebiszit gegen Rahmenabkommen

An der Delegiertenversammlung der SVP am Samstag, 25. August 2018, in Unterägeri sagte Parteipräsident Albert Rösti, mit der Annahme der Selbstbestimmungsinitiative wäre ein Rahmenabkommen mit der EU definitiv vom Tisch. (Link zum Bericht bei „Blick“ online.)  

Übersicht über unsere Texte zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

Hier finden Sie verlinkte Texte mit Informationen und Argumenten  zur „Selbstbestimmungsinitiative (SBI)“, über die am Abstimmungswochenende des 25. Novembers 2018 entschieden wird. In chronologischer Reihenfolge: 20.11.18: „Stefan Schlegel: ‚Die direkte Demokratie selber ist das erste Opfer der Selbstbestimmungsinitiative’“ 18.11.18: Bundesrat Cassis macht sich Sorgen über die „unmöglichen Übergangsbestimmungen“ der „Selbstbestimmungsinitiative“ 18.11.18: Für Bildung und Forschung: Nein zur „Selbstbestimmungsinitiative“. Appelle verantwortlicher Gremien.

„Völkerrecht – Diktat fremder Richter?“ Eine Doppel-Buchvernissage

Zwei Autoren stellen am Mittwochabend, 19. September 2018, an der Universität Zürich ihre hoch aktuellen Neuerscheinungen vor: Oliver Diggelmann: „Völkerrecht. Geschichte und Grundlagen mit Seitenblicken auf die Schweiz.“ Georg Kreis: „Fremde Richter. Karriere eines politischen Begriffs.“ Professor Andreas Kley moderiert ein Poriumsgespräch mit den beiden Autoren. Mehr dazu hier.

Oliver Diggelmann: „Völkerrecht. Geschichte und Grundlagen mit Seitenblicken auf die Schweiz“

In einigen Tagen erscheint von Professor Oliver Diggelmann im Hier+Jetzt Verlag „Völkerrecht. Geschichte und Grundlagen mit Seitenblicken auf die Schweiz“. Der Autor lehrt an der Universität Zürich Völkerrecht, Europarecht, Öffentliches Recht und Staatsphilosophie. Von der frühen Neuzeit über die Völkerbund-Ära bis in die Gegenwart: Im ersten Teil dieses Einführungswerks wird die Entwicklung und Geschichte des Völkerrechts beleuchtet. Der zweite Teil

Vernehmlassung über Erweiterung des obligatorischen Staatsvertrags-Referendums

„Völkerrechtliche Verträge, die aufgrund ihrer Bedeutung auf der gleichen Stufe wie die Bundesverfassung stehen, sollen dem obligatorischen Referendum unterstehen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 15. August 2018 eine entsprechende Änderung der Bundesverfassung in die Vernehmlassung geschickt. Er begrüsst zudem eine Vorlage des Parlamentes, wonach künftig für die Kündigung von völkerrechtlichen Verträgen je nach Tragweite der Bundesrat oder das

Drei Stossrichtungen der SBI – gibt das Rahmenabkommen den Ausschlag?

Bundesrätin Simonetta Sommaruga drehe sich beim Wort Rahmenabkommen „genervt ab“, schreibt Denis von Burg in der „SonntagsZeitung“ vom 19.8.18 (S. 19): „Sie fürchtet, es könnte Argumente für die Selbstbestimmungsinitiative der SVP liefern, die sie bald bekämpfen muss.“ Dafür hat sie allen Grund. Denn das Rahmenabkommen ist eine der drei Stossrichtungen der Selbstbestimmungsinitiative, nebst dem europäischen Menschenrechtsschutz und einer Stellungnahme der Zweiten

FDP-Nationalrat Thierry Burkart: SBI verspricht, was sie nicht halten kann

„Ich lehne die Selbstbestimmungs-Initiative ab, weil sie gar keine Klärung zwischen Landes- und Völkerrecht schafft“, sagt der Aargauer Nationalrat Thierry Burkart dem „SonntagsBlick“ (19.8.18, S. 23). So halte der Initiativtext fest, dass die Gerichte völkerrechtliche Abkommen, die dem Referendum unterstehen, weiterhin beachten müssten. Das bedeute, dass gerade umstrittene Verträge weiterhin angewandt würden. In Bezug auf die bilateralen Verträge mit der

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Überlegungen zur Debatte über „Strassburgs“ Urteilspraxis

Im Abstimmungskampf um  die „Selbstbestimmungsinitiative“ kann die Debatte über die Urteilspraxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)  in Strassburg eine grosse Bedeutung bekommen. Die Initianten haben ein „Sündenbüchlein“ bereitgestellt: Eine Zusammenstellungen von Urteilen, in denen „Strassburg“ ihrer Meinung nach über die Anwendung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) hinausgegangen ist, und solche, die sich besonders gut skandalisieren lassen, weil sie zum Beispiel einem

Wird die SBI-Abstimmung zum Plebiszit über Rahmenabkommen und Flankierende?

Extrait de „l’édito“ von Fabian Muhieddine, rédacteur en chef adoint du „Matin Dimanche“, 29 juillet 2018: „(…) Le peuple devra voter en novembre déjà sur l’initiative de l’UDC, dite ‚Contre les juges étrangers‘, attaque non déguisée contre un éventuel accord-cadre avec l’UE et surtout le recours à un tribunal arbitral pour les différends entre la Suisse et l’UE. Jeu politique suisse

Soll „der Souverän“ das Recht einfordern, Vertragsbruch zu befehlen?

Für die „Selbstbestimmungsinitiative“ (SBI) wird argumentiert, der „Souverän“ habe das Recht, internationale Verträge, insbesondere die Europäische Menschenrechtskonvention, zu verletzen. „Am Ende ist es ganz einfach“, twittert zum Beispiel „Weltwoche“-Redaktor Alex Baur: „Wer hat das letzte Wort? In Deutschland ist es das Verfassungsgericht, in Großbritannien der Adel, in der Schweiz der Souverän. Wir sind sehr gut damit gefahren.“ Wie aber ist

„Nein zum Richterstaat!“ – Hinweise zur Beurteilung dieser Parole

Für die „Selbstbestimmungsinitiative“ (SBI) wird oft geltend gemacht, die Schweiz sei kein „Richterstaat“ und dürfe auch keiner werden. Hierzu ist zunächst festzustellen, dass am 25. November 2018 nicht eine Referendumsvorlage, sondern eine Initiative zur Abstimmung kommt. Wir stimmen also darüber ab, ob die bestehende Rechtslage im Sinne der Initiative verändert werden soll, und nicht darüber, ob eine Gesetzesrevision, eine durch

Für Economiesuisse ist der „Kampf gegen die Selbstbestimmungs-Initiative zentral“

Aus dem Bericht der NZZ vom 19.7.18 über ein Mediengespräch des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse über die „Selbstbestimmungsinitiative“ (Link; siehe auch den Bericht in „24 Heures“): „In der Debatte um die Selbstbestimmungsinitiative lag der Fokus bis anhin bei der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), die allenfalls in Konflikt mit dem Landesrecht stehe. Mehr als vier Monate vor der Abstimmung am 25. November hat der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse

Die EMRK habe „ihre Schuldigkeit getan“, schreibt ein SVP-Richter

Die „Selbstbestimmungsinitiative“ soll die Geltung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) in der Schweiz beenden. Die EMRK habe für die Schweiz ihre „Schuldigkeit getan“, schreibt ein SVP-Richter in der NZZ (Link). Sein Artikel ist vor allem deshalb wichtig, weil er mit den taktischen Verharmlosungen Schluss macht.  „In völkerrechtskonformer Auslegung der Bundesverfassung von 1874 legte das Bundesgericht die Neuerungen der EMRK, insbesondere die verfahrensrechtlichen

EIZ-Seminar zur Bedeutung des Völkerrechts für die Schweiz

Das Europa-Institut an der Universität Zürich führt am Freitag 31. August 2018, 13.30-16.30, in der Seminarreihe „Europa aktuell“ eine  Veranstaltung zum Thema „Bedeutung des Völkerrechts für die Schweiz – aktuelle Entwicklungen“ durch. Leitung: Tobias Baumgartner und Luzia Lehmann. Es referieren: Corinne Cicéron Bühler, Helen Keller und Matthias Oesch. Programm hier.

Schwindender Spielraum für internationale Menschenrechtspolitik?

Die Abhängigkeit Europas von einem guten Einvernehmen mit autoritären, die Menschenrechte systematisch und aus Prinzip verletzenden Regierungen steigt (ein Beispiel). Die Menschenrechtsdialoge sind nicht öffentlich, aber es liegt nahe, dass der Spielraum für internationale Menschenrechtspolitik schwindet. Man wird schon Acht geben müssen, dass die Verhaltensmuster unserer diktatorischen Partner unsere eigenen Verhältnisse nicht beeinflussen. Jedenfalls wird noch wichtiger, dass wir selber

Nostro NO all’iniziativa „per l’autodeterminazione“

L’associazione Nostro Diritto mette un inserzione contro l’iniziativa „per l’autodeterminazione“, in italiano, tedesco e francese. Ecco il testo italiano. Testo tedesco. Testo francese. Se vuole sostenere finanziariamente questo progetto, si prega di versare la sua donazione sul conto Postfinance: 85-475644-5 Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto 8700 Küsnacht Vi ringraziamo vivamente.  

Notre NON à l’initiative „pour l’autodétermination“

L’association „Notre Droit“ insérera une annonce contre l’initiative populaire „pour l’autodétermination“, en français, allemand et italien. Voici le texte français. Texte en allemand. Texte en italien. Si vous voudriez soutenir ce projet par une contribution financière, veuillez verser votre don à notre compte PostFinance: 85-475644-5 au nom de: Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto 8700 Küsnacht

Unser NEIN zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

Der Verein „Unser Recht“ wird ein Inserat in deutscher, französischer und italienischer Sprache gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ aufgeben. Den Text in deutscher Sprache finden Sie hier. Französischer Text. Italienischer Text. Für diese Inserate sind wir dankbar um Spenden auf das PostFinance-Konto 85-475644-5 lautend auf: Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto 8700 Küsnacht. Übersicht über unsere Texte zur Selbstbestimmungsinitiative.

SBI & Sozialdetektive & Hornkühe: Chance und Risiko

Am 25. November wird nun also die SVP-Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ zur Abstimmung kommen – zusammen mit der Hornkuh-Initiative und der gesetzlichen Grundlage für die Überwachung von Versicherten. Abstimmungsvorlagen Objets de la votation populaire Oggetti della votazione popolare Die Hornkuh-Initiative dürfte auf ländliche Bevölkerungskreise und vielleicht auch auf Stimmberechtigte, die dem Tierschutz verbunden sind, mobilisierend wirken. Richtig spannend

Für Seniorinnen und Senioren ist die Ablehnung der „Selbstbestimmungs-Initiative“ wichtig

Pro Senectute ist Partnerorganisation der Allianz der Zivilgesellschaft / Schutzfaktor M. Die Allianz bekämpft die „Selbstbestimmungsinitiative“ der SVP, welche den Schutz der Grundrechte durch die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) aufheben würde. Pro Senectute ist aus gutem Grund dabei, denn für alte Menschen in der Schweiz steht viel auf dem Spiel. Bereits jetzt erfahren sie oft Diskriminierung und Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Lebensqualität.

Niccolò Raselli: Die Gründe für ein Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative

Niccolò Raselli, alt Bundesrichter, begründet in einem Artikel seine Ablehnung der SVP-Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“ Nach einer Darlegung des geltenden Rechts für die Beziehung zwischen Landesrecht und Völkerrecht erläutert er Beispiele dafür, was die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) der Schweiz brachte: Recht auf unabhängige Richter Auch Soldaten haben das Recht auf unabhängige Richter Untersuchungshäftlinge haben Anspruch auf unabhängige

„Ein falsches Versprechen“

„Ein falsches Versprechen“: Unter diesem Titel fasst NZZ-Redaktorin Kathrin Alder knapp und präzis einige der wichtigsten Gründe gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ zusammen. Link zum Artikel.

Verhältnis Landesrecht-Völkerrecht: Deutschland Vorbild für die Schweiz?

Die Redaktion der Zeitschrift „Plädoyer“ erlaubt uns freundlicherweise, die ausführliche, mit wissenschaftlichem Apparat versehene Fassung des Artikels „Die Befürworter der ‚Selbstbestimmungsinitiative und ihr Blick nach Deutschland: Verkürzt, verfehlt und irreführend“ von Helen Keller und Laura Zimmermann zu verbreiten: Link. Sie erschien in „Plädoyer“ 3/2018. Deutschland als Vorbild der Schweiz – dies propagieren Befürworter der «Selbstbestimmungsinitiative». Dort gelte bereits, was die

Non à l’initiative anti-droits humains: Début de campagne, appel aux dons

Non à l’initiative anti-droits humains! Plus de 100 organisations partenaires au sein de l’Alliance de la société civile / Facteur de protection D, mènent la campagne pour le « non ».“Notre Droit“ en fait partie. Nous lançons la campagne – et nécessairement par un appel aux dons. Déclaration commune: „Vous est-il déjà arrivé, ces dernières années, de vous faire quelques soucis au

Nein zur Selbstbeschneidungs-Initiative: Kampagnenstart mit Spendenaufruf

Nein zur Selbstbeschneidungsinitiative! Über 100 Partnerorganisationen, darunter „Unser Recht“, haben sich gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ zur Allianz der Zivilgesellschaft/Schutzfaktor M zusammengeschlossen. Heute starten sie die Kampagne – und dies notwendigerweise mit einem Spendenaufruf. Gemeinsame Erklärung zum Kampagnenstart: „Vielleicht haben Sie sich in den letzten Jahren das eine oder andere Mal auch schon Sorgen um unsere Demokratie gemacht? In den nächsten sechs

Deutschland und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Deutschland als Vorbild der Schweiz – dies propagieren Befürworter der «Selbstbestimmungsinitiative». Dort gelte bereits, was die SVP in der Schweiz fordere: Landesrecht müsse dem Völkerrecht vorgehen. Muss sich Deutschland nicht an EGMR-Urteile halten und fordert die Selbstbestimmungsinitiative nur, was in Deutschland bereits selbstverständlich ist? Helen Keller, Schweizer Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg und Professorin an der

Präsident Heinz Karrer erklärt Economiesuisse-Nein zur SBI

Economiesuisse veröffentlicht im Internet einen Auszug eines Interviews des „Basler Zeitung“ mit Präsident Heinz Karrer über die Selbstbestimmungsinitiative. Hier sei herausgegriffen, wie Karrer das Argument der Initianten widerlegt, die Schweiz würde durch die Annahme der SBI nur mit Deutschland gleichziehen: „Die Situation in Deutschland ist eine ganz andere. Erstens kennt das Land anders als die Schweiz ein Verfassungsgericht, das Widersprüche

Staatspolitische Kommission des Nationalrats gegen SBI und gegen Gegenvorschlag

Medienmitteilung Communiqué de presse Comunicato stampa „Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats möchte die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)» wie bereits der Ständerat dem Volk ohne Gegenentwurf und mit einer ablehnenden Abstimmungsempfehlung zur Abstimmung vorlegen. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) beantragt ihrem Rat mit 16 zu 9 Stimmen, dem Volk die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen, welche den

Nationalrat Cédric Wermuth schlägt Revision des Initiativrechts vor

SP-Nationalrat Cédric Wermuth schlägt vor, Artikel 139 der Bundesverfassung so zu ergänzen: „Verstösst eine Initiative gegen Völkerrecht, so wird sie grundsätzlich nur unter Vorbehalt desselben umgesetzt. Es sei denn, eine Initiative fordere explizit die Kündigung der entsprechenden Verträge.“ Link zum Artikel „Kein Wischiwaschi mehr“, in dem Wermuth seinen Vorschlag begründet.

Angriff auf die eigenen Richter

Eine erfreuliche Klärung: Die NZZ bleibt dabei, die „Selbstbestimmungsinitiative“ der SVP ohne Wenn und Aber abzulehnen.Chefredaktor Eric Gujer hatte schon vor längerer Zeit dagegen Stellung genommen. Und nun erklärt NZZ-Bundesgerichtskorrespondentin Kathrin Alder in einem ausführlichen Grundsatzartikel, dass und weshalb die Volksinitiative abzulehnen ist, die dem Namen nach keine  „fremde“ Richter will, sich aber in Wirklichkeit gegen die eigenen Richter und

Industrieverband Swissmem: Nein zu „Selbstbestimmungs-Initiative“, nein zu Gegenvorschlag

Swissmem, der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie, setzt sich für die Ablehnung der „Selbstbestimmungsinitiative“ ohne Gegenvorschlag ein. Auszug aus der Stellungnahme: „Nicht bedacht hat die Partei offenbar den wirtschaftlichen Schaden, den sie mit dieser Initiative der Schweiz zuzufügen droht. (…) Davon betroffen wären auch über 600 wirtschaftspolitische Abkommen mit Ländern auf der ganzen Welt. Heute beachten Gerichte und

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Illusorischer Versuch, eine unvermeidliche Entwicklung aufzuhalten

Oliver Diggelmann, Professor für Völkerrecht, Europarecht, Öffentliches Recht und Staatsphilosophie an der Universität Zürich, legt dar, dass die Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“ eine illusionäre Reaktion auf ein ernstes Problem und auf eine irreversible Entwicklung ist. Auszüge (Link zum vollständigen Artikel siehe unten): „In der Lang­zeit­per­spek­tive betrachtet haben sich die Poli­tik­be­din­gungen für hoch­in­dus­tria­li­sierte Demo­kra­tien in einer Weise verän­dert,

Wenn sie recht hat, hat sie recht, die „Weltwoche“

„Dass die Selbstbestimmungsinitiative heute unter dem Titel ‚Anti-Menschenrechtsinitiative‘ segelt, geht auf die Kampagne von Schutzfaktor M zurück. (…) Andrea Huber und die Ihren machen ihre Sache gut: So werden Journalisten auf Medienreisen nach Strassburg zum Gerichtshof für Menschenrechte geführt, unter kundiger Anleitung natürlich. Kommt es zu einem Entscheid gegen die Schweiz, werden sie unverzüglich von NGO-Menschenrechtsexperten mit Urteilsbesprechungen beliefert.“ („Weltwoche“

Hinter der SBI: ein Geist der Überheblichkeit

Von Christoph Wehrli* Die Diskussion über die Selbstbestimmungsinitiative ist letztlich nicht auf einer technischen, sondern auf der politischen Ebene zu führen – auch wenn zu Recht auf juristische Mängel hingewiesen wird. Im Zentrum stehen der überstaatliche Menschenrechtsschutz und die Vertragstreue, zumal wenn diese nicht nur heisst, einen Vertrag nicht zu brechen, sondern auch, ihn nicht ohne Weiteres zu kündigen. Im

Der Volksentscheid über die Selbstbestimmungs-Initiative wird ein europapolitischer Eingriff sein

Die SVP-Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“ fordert auch die schweizerischen Europapolitikerinnen und Europapolitiker heraus. Es wird immer klarer, dass der Volksentscheid eine ernstzunehmende Bewegung beeinflussen wird, die in Europa im Gang ist: Einige Staaten nehmen Distanz zu ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen. Russland ging voran mit einem Grundsatzentscheid, Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nur noch nach Gutdünken zu beachten.

Selbstbestimmungs-Initiative gefährdet Stellung und Glaubwürdigkeit der Schweiz

Dr. Benedikt von Tscharner (Genf), alt Botschafter: Unter den Argumenten, die im Verlauf der Kampagne gegen die SVP-Initiative an prominenter Stelle aufzuführen sind, gehört m.E. die Schwächung der internationalen Stellung und der Glaubwürdigkeit der Schweiz. Kleine und mittlere Staaten sind stärker auf das Völkerrecht angewiesen als Grossmächte. Wohl kann argumentiert werden, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung der Schweiz durch eine ihr