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Kategorie: EMRK & Grundrechte
654 Artikel

Hochschullehrerinnen und -lehrer der Rechtswissenschaft: „Ja zu Menschenrechten und Demokratie, Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative“

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer aller rechtswissenschaftlichen Fächer der juristischen Fakultäten der Schweiz lehnen die sog. Selbstbestimmungsinitiative ab. Neun Punkte: 1. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative schafft Rechtsunsicherheit. 2. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative ist selbstwidersprüchlich. 3. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative schadet durch die Rechtsunsicherheit, die sie schafft, dem Bundesgericht. 4. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative gefährdet die wirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz. 5. Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative schwächt die völkerrechtliche

Niccolò Raselli: Was will die sog. Selbstbestimmungs-Initiative?

Die Selbstbestimmungsinitiative – ein Etikettenschwindel Die Selbstbestimmungsinitiative richtet sich nur scheinbar gegen sogenannte „fremde Richter“. Die Etikette „fremde Richter“ dient lediglich als xenophober Beschleuniger. In Wirklichkeit gilt der Kampf der eignen Justiz, der Dritten Gewalt.  Christoph Blocher und seine SVP möchten diese am liebsten durch Volksentscheide ersetzen, wie das bei der massiv verworfenen Durchsetzungsinitiative der Fall gewesen wäre. Mit der

Gemeinsame Erklärung von 330 Appenzell-Ausserrhoder Stimmberechtigten gegen die „SBI“

330 Appenzell-Ausserrhoder Stimmberechtigte haben in der „Appenzeller Zeitung“ vom 3.11.2018 unter dem Titel „Wir sagen Nein zur Selbstbestimmungsinitiative“ folgende Erklärung veröffentlicht: „Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative, über die wir am 25. November abstimmen, will in der Bundesverfassung einen starken Vorrang des Verfassungsrechts gegenüber dem Völkerrecht einführen. Wir lehnen diese Initiative entschieden ab. Das demokratisch legitimierte Eingehen von völkerrechtlichen Beziehungen ist Ausdruck nationaler

Henry-Dunant-Gedenkfeier: Durch Ablehnung der „SBI“ ein Zeichen für humanitäre Haltung und Menschenrechte setzen

Aus dem Bericht der „Appenzeller Zeitung“ (2.11.18, S. 26) über die diesjährige Gedenkfeier in Heiden (AR) am Todestag von Henry Dunant: „In seiner Ansprache schlug Norbert Näf den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart. ‚Die Friedensglocke ermahnt uns, für Frieden in der Welt einzustehen und humanitäre Werte hochzuhalten“, sagte der Präsident des Vereins Henry-Dunant-Museum. Bei der Abstimmung zur Selbstbestimmungs-Initiative sei

Fallbeispiele zeigen, dass „Strassburg“ alle Menschen vor unverhältnismässigen Eingriffen in ihre Grundrechte schützt

Unter dem Titel „Schutz vor dem Staat“ stellt Redaktor Mark Tribelhorn in der NZZ vom 1.11.18, S. 40, das Buch „Frau Huber geht nach Strassburg“ vor. Auszug: „Am 25. November stimmt die Schweiz über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP ab, die einen starren Vorrang von Landesrecht vor Völkerrecht in der Verfassung verankern will. Was harmlos klingt, birgt beträchtliches Zerrüttungspotenzial. Denn bei

Dick Marty über die Folgen einer Annahme der „Selbstbestimmungs-Initiative“

Auszug aus dem Beitrag Dick Martys* zu „Freiheit und Menschenrechte. Nein zur Anti-EMRK-Initiative“: „(…) Ein wichtiger Schutz unserer Grundrechte Sollte die Volksinitiative der SVP gegen die vermeintlichen fremden Richter von Volk und Ständen angenommen werden, müsste sich die Schweiz aus dem Europarat zurückziehen und die Menschen aus der Schweiz würden das Recht verlieren, in Strassburg gegen möglicherweise grundrechtswidrige Urteile aus

Dick Marty über den Nutzen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Auszug aus dem Beitrag Dick Martys* zu „Freiheit und Menschenrechte. Nein zur Anti-EMRK-Initiative„: „(…) Strassburg und die Modernisierung unseres Rechts Die Rechtsprechung des Strassburger Menschenrechtsgerichtshofes sollte einen entscheidenden Einfluss haben auf die Modernisierung des schweizerischen Rechts. So kannten verschiedene Kantone Strafprozessordnungen, welche im Widerspruch standen zur EMRK. Dies etwa mit Bezug auf die notwendige Trennung zwischen den Anklageorganen und den

„Liberté et droits humains“: Un livre contre l’initiative „pour l’autodétermination“

L’ancien Conseiller national Andreas Gross, Fredi Krebs, Martin Stohler et Cédric Wermuth viennent de publier un livre intitulé „Liberté et droits humains. Non à l’initiative contre la CEDH.“ (218 p. Editions le Doubs – Service Public). Contenu: Compréhension de l’initiative en cause Niccolo Raselli: Réduire en cendres les droits de l’homme Martin Stohler et Andreas Gross: Les initiatives populaires de

Giusep Nay zur „Selbstbestimmungs-Initiative“: „Ein Trojanisches Pferd“

Link zum Artikel. Auszug: „(…) Die nur so genannte Selbstbestimmungsinitiative hat nichts mit der Wahrung unserer Selbstbestimmung, nichts mit einer angeblichen Rettung der direkten Demokratie und nichts mit der Abwehr von fremden Richtern zu tun. Entscheidend ist der Wortlaut der Verfassungsänderungen gemäss dem Initiativtext und nicht die anderslautende Abstimmungspropaganda. Gemäss diesem will die SVP-Initiative das Völkerrecht und den Schutz der

Christine Kaufmann wird Leiterin des OECD-Ausschusses für verantwortungsvolle Unternehmensführung

„Der OECD-Ausschuss für verantwortungsvolle Unternehmensführung hat am 9. Oktober 2018 in Paris Prof. Christine Kaufmann zur neuen Vorsitzenden gewählt. Damit wird dieser Ausschuss zum ersten Mal von einer Schweizerin geleitet. Christine Kaufmann ist Professorin für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Zürich. Sie ist eine international anerkannte CSR-Expertin und leitet im Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) den Themenbereich

Bundesrichter Andreas Zünd erläutert das Bundesgerichtsurteil, mit dem die SVP die „Selbstbestimmungs-Initiative“ rechtfertigt

„Verfassung, Demokratie, Rechtsstaat. Was das Bundesgericht am 12.10.12 entschieden hat.“ Auszug aus dem Beitrag von Bundesrichter Andreas Zünd zum Sammelband „Freiheit und Menschenrechte. Nein zur Anti-EMRK-Initiative“ (Editions le Doubs, 2018, S. 37 ff.): Kurzauszug, Schlussabschnitt: „(…) In der Verfassungsnovelle vom 28.November 2010 kommt ein strenger Massstab zum Ausdruck, der Leitlinie richterlicher Entscheidungen bildet. Dieser strenge Massstab  führte in zwei der

Unsere verletzliche Bundesverfassung und die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Aus einem Post des „Juristenkomitees für die Selbstbestimmungsinitiative“ (SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor und Konsorten): „«Wir sind stets gut damit gefahren, dass sich kein Richter über das Volk stellen kann». Dieser Meinung waren vor 6 Jahren die gleichen Leute, die heute genau das Gegenteil behaupten. #Selbstbestimmungsinitiative Anbei ein paar Zitate aus der ständerätlichen Diskussion 2012 zur Einführung eines Verfassungsgerichts. (…)“ Unser Kommentar

Soirée de discussion: „Le droit international et nous – Wir und das Völkerrecht“

La Chaire de droit international public et droit européen de l’Université de Fribourg invite à une soirée de discussion bilingue F-D autour de l’initiative populaire pour l’auto-détermination, suivie d’un apéritif offert par la Société suisse de droit international. Lundi 05.11.2018 17:15 – 19:00, MIS 03 auditoire B, Avenue de l’Europe 20, Fribourg. Intervenants: Prof. Samantha Besson, Université de Fribourg (présidence), Prof. Oliver

Das Nein des Gewerbeverbands zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

„Gegen die Selbstbestimmungsinitiative spricht ihre «alles oder nichts» Ausrichtung. Es ist unklar, welche völkerrechtlichen Verträge überhaupt betroffen sind. Ebenso unklar ist, welche Auswirkungen die Kündigungen der Verträge hätten. Zudem halten die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen die Behörden an, sich über bestehende vertragliche Verpflichtungen hinwegzusetzen. Das widerspricht der Schweizer Rechtskultur und schwächt die Position der Schweiz im Verkehr mit anderen Staaten. Insgesamt sind

Initiative „autodétermination“: Prise de position du Conseil synodal des Eglises réformées Berne-Jura-Soleure

Le Conseil synodal des Eglises réformées Berne-Jura-Soleure réaffirme ses convictions selon lesquelles les traditions et les valeurs chrétiennes nourrissent les efforts incessants déployés depuis des décennies en faveur des droits humains. Et il se montre préoccupé par le fait que l’initiative dite pour l’autodétermination «Le droit suisse au lieu de juges étrangers», sur laquelle le peuple suisse se prononcera le

Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

„Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn ist besorgt über den Angriff auf Menschenrechte. Er gibt seiner Überzeugung Ausdruck, dass die christliche Tradition und die christlichen Werte den unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte nahelegen. Über die Selbstbestimmungsinitiative wird am 25. November abgestimmt. Die Menschenrechte sind der Versuch, den mit den Werten und der Tradition der christlichen Kirchen eng verbundenen Begriff des

Anregung für eine persönliche Aktion gegen die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Möchten Sie persönlich, individuell, noch etwas gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ unternehmen? Setzen Sie das Vertrauen ein, das Ihnen Ihre Freundinnen, Freunde und Bekannten entgegenbringen. Zum Beispiel so: Muster-E-Mail (erprobt durch den Präsidenten von „Unser Recht“), frei zum Abwandeln und Verbessern: „Guten Tag Mit diesem Mail wende ich mich an ausgewählte Personen, denen ich in verschiedenen Lebensbereichen begegnen durfte (evtl. hinzufügen: und

Ist das Stimmrecht ein Menschenrecht?

Ein Menschenrecht ist ein Recht, das einer Frau oder einem Mann allein deshalb zusteht, weil sie oder er ein Mensch ist: „Die Menschenrechte stehen jedem einzelnen Menschen aufgrund seines Menschseins zu. Daher werden die Menschenrechte auch als angeboren, unverletzlich und unveräusserlich bezeichnet. Sie schützen die Würde des Menschen gegenüber der Willkür des Staates und sind von der Staatsangehörigkeit unabhängig.“ Ist

„Selbstbestimmungs-Initiative“: „Kampf um das letzte Wort“ – oder: Missglückter Griff in die Trickkiste

Aus der Trickkiste: Man formuliere eine blöde Frage, unterstelle dem politischen Gegner eine ebenso blöde Antwort und steche diese ab. So die „Weltwoche“ (18.10.18) unter dem Titel „Kampf um das letzte Wort“: „Gibt es Entscheide, die nur von Experten gefällt werden dürfen, weil das Stimmvolk gar nicht in der Lage ist, die Tragweite seines Votums zu erkennen? Um diese Grundsatzfrage

Pro Juventute und weitere Kinder- und Jugendschutz-organisationen sagen Nein zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

Pro Juventute engagiert sich zusammen mit vielen Kinder- und Menschenrechtsorganisationen in der Allianz der Zivilgesellschaft gegen die sogenannte «Selbstbestimmungs-Initiative»: „Ziel der Initiative ist es, die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ausser Kraft zu setzen. Damit verlieren wir die Rückversicherung für unsere Grundrechte und einen wichtigen Schutz für Kinder und Jugendliche.“ Link zur vollständigen Stellungnahme. Auf der Liste der Partnerorganisationen von Schutzfaktor M

EMRK, „Selbstbestimmungs-Initiative“ und Pflicht zur Befolgung von Urteilen des EGMR

Würde die „Selbstbestimmungsinitiative“ angenommen so würden Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nur noch nach Gutdünken umgesetzt. Das werde schon keine Nachteile für die Schweiz haben, und die Europäische Menschenrechtskonvention müsse schon nicht gekündigt werden, beschwichtigen die Befürworter. So sagt Nationalrat Hans-Ueli Vogt in einem Interview der „Schweiz am Wochenende“ (20.10.18): „Einzelne Gerichtsentscheide können zu einem Konflikt mit dem internationalen Recht

Pierre Rom: „Gedanken zur Selbstbestimmungs-Initiative“

Erstveröffentlichung am 15.10.2018 auf der Facebookseite von Pierre Rom*, hier übernommen mit seiner freundlichen Genehmigung. Über die SBI (Selbstbestimmungsinitiative, Abstimmung vom 25. November) wird heftig diskutiert, Befürworter und Gegner versuchen sich mit ihren Argumenten gegenseitig zu überzeugen. Es geht aber nicht darum zu streiten wer die Wahrheit – was man darunter auch versteht – kennt, sondern zu verstehen, was die

Der Beitritt zum Migrationspakt der UNO und die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Für die SVP zeigt der Beschluss des Bundesrates, dem Migrationspakt der UNO beizutreten, dass man der „Selbstbestimmungsinitiative“ zustimmen müsse.   Ganz im Gegenteil!   Diese Äusserung der SVP bestätigt, dass die SBI die Selbstbestimmung der Schweiz nicht stärken, sondern vermindern will, indem sie die Handlungsfreiheit der verfassungsmässig zuständigen Behörden in den schweizerischen Aussenbeziehungen einschränkt. Siehe hierzu Jean-Daniel Gerber: „Wer souverän

NZZ-Chefredaktor Eric Gujer: Wo will man im Grosskonflikt um Völkerrecht und Friedensordnung stehen?

Im Leitartikel von Samstag, 13. Oktober 2018 spricht sich NZZ-Chefredaktor Eric Gujer klipp und klar gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ aus (Link). „(…) Natürlich hängt vom Ausgang einer Abstimmung in der Schweiz nicht die Zukunft Europas ab. Aber es ist auch eine Frage der Selbstachtung, wo man in diesem Grosskonflikt stehen möchte: auf der Seite der Verteidiger des Völkerrechts und der Friedensordnung

Niccolò Raselli: Zehn Punkte zum Sozialdetektive-Gesetz

„Im Jahre 2016 kritisierte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass in der Schweiz verdeckte Überwachungen von Bezügern von Sozialversicherungsleistungen ohne genügende gesetzliche Grundlage erfolgen. Das Parlament reagierte prompt und hat im Frühjahr 2018 die gesetzliche Regelung der Überwachung verabschiedet. Das wäre an sich nicht zu beanstanden. Es gibt im Bereich der Versicherungen, auch der Sozialversicherungen, wie überall Missbräuche, ja Betrugsfälle,

Veranstaltung: „The Right to Science and the Universal Declaration of Human Rights“

Das Kompetenzzentrum Menschenrechte der Universität Zürich lädt ein: «The Right to Science and the Universal Declaration of Human Rights»   Öffentliche Diskussionsveranstaltung (in English) mit Inputreferaten von:  Prof. Dr. Martina Caroni (Delegierte für Menschenrechte der Akademien der Wissenschaften Schweiz; Professorin für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung im Öffentlichen Recht, Universität Luzern) Yudit Namer, PhD (Fakultät der Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld) Dienstag,

Eine Frage zum Sozialdetektive-Gesetz

Eine versicherte Person darf observiert werden, wenn sie sich „an einem Ort befindet, der von einem allgemein zugänglichen Ort aus frei einsehbar ist“ (Artkel 43a Absatz 3, Buchstabe b der Gesetzesvorlage, die am 25. November 2018 zur Abstimmung kommt). Frage: Eine versicherte Person wohnt in einer Wohnung, in deren Zimmer man von einem gegenüberliegenden Hügel aus sehen kann (ohne moderne

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und Bedeutung des Europarats für die Schweiz: Interview mit Liliane Maury-Pasquier

Wichtig wäre, dass die Diskussion über die „Selbstbestimmungsinitiative“ das Bewusstsein um den Wert der Mitgliedschaft unseres Landes im Europarat stärken würde. Der Einsatz für die Menschenrechte in Europa ist eine der Hauptaufgaben des Europarats. Hierfür haben seine Mitglieder die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) abgeschlossen und ein gemeinsames – nicht „fremdes“ – Gericht geschaffen: Den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg. Siehe

„Selbstbestimmungs-Initiative“ und Art. 122 Bundesgerichtsgesetz: „Verletzung der EMRK“

Artikel 122 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG), „Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention“, lautet: „Die Revision wegen Verletzung der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK) kann verlangt werden, wenn: a. der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem endgültigen Urteil festgestellt hat, dass die EMRK oder die Protokolle dazu verletzt worden sind; b. eine Entschädigung nicht geeignet ist, die

„Freiheit und Menschenrechte“: Ein Buch gegen die „Selbstbestimmungs-Initiative“

Unter dem Titel „Freiheit und Menschenrechte“ haben alt Nationalrat Andreas Gross, Fredi Krebs, Martin Stohler und Nationalrat Cédric Wermuth ein Buch gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ herausgegeben (233 Seiten, Editions le Doubs). Inhalt: Zum Verständnis dieser Volksinitiative Niccolo Raselli: Zündeln an den Menschenrechten Martin Stohler und Andreas Gross: Die Initiative im SVP-Kontext Andreas Zünd: Verfassung, Demokratie, Rechtsstaat Luc Recordon: Keine Demokratie ohne

Die SVP hat ein Problem mit dem Volk, nicht mit dem Bundesgericht

Die SVP tut, als hätte sie ein Problem mit dem Bundesgericht: Dieses habe 2012 die Ausschaffungsinitiative nicht völkerrechtswidrig umsetzen wollen. Deshalb müsse man jetzt mit der „Selbstbestimmungsinitiative“ das Völkerrecht zurückstufen.   Wenn die Partei das wirklich meint, dann täuscht sie sich. Sie hat ein Problem mit dem VOLK: Volk und Stände haben 2016 – vier Jahre nach dem Bundesgerichtsurteil –

Veranstaltung: „Menschenrechte ohne Menschenwürde?“

  Veranstaltung des Kompetenzzentrums für Menschenrechte der Universität Zürich. Dienstag, 9. Oktober 2018, 18:15 Uhr bis 19:30 Uhr Die Würde des Menschen ist ein fundamentales Prinzip unserer Rechtsordnung. Sie ist zugleich zentraler Bestandteil des Rechtsstaates und Grundlage unserer Freiheitsrechte. In unserer ersten Jubiläumsveranstaltung zum 70-jährigen Bestehen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte diskutieren wir das Konzept der Menschenwürde gestützt auf die

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Befürworter verkaufen das Volk für dumm

SVP-Nationalrat Thomas Matter wiederholte am Kampagnenstart für die „Selbstbestimmungsinitiative“ die Behauptung, eine Annahme der Initiative würde die Menschenrechte nicht gefährden: „Diese seien vollumfänglich in der Bundesverfassung garantiert.“ (Tages-Anzeiger 3.10.18, S. 4). Das ist schlicht und einfach das Volk für dumm verkauft. Man redet ihm ein und erwartet, es glaube, dass es nur darauf ankomme, was in der Verfassung stehe, und

Statt schwarzer Schafe Büseli-sanfte SVP-Kampagne für die „Selbstbestimmungs-Initiative“

„Soft, softer, SVP“ überschreibt „SonntagsBlick“ den Bericht, in dem er die Kampagne der SVP für die „Selbstbestimmungsinitiative“ vorstellt. Die Partei zieht Konsequenzen: Ihre Durchsetzungsinitiative ging krass unter, weil eine Mehrheit der Stimmberechtigten hinter Menschenrechten und verhältnismässigem Staatshandeln steht. Ihre Masseneinwanderungsinitiative (MEI) hat sie ganz knapp, mit 50,3 % Ja-Stimmemanteil durchgebracht. In der Kampagne setzte sie auf Verharmlosung: Die Initiative werde

Jacques Dubey: „Fremde Richter. Die Demokratie ist keine ‚Herrschaft der Herde'“

Auszug aus einem Artikel von Jacques Dubey, Professor für Verfassungsrecht an der Universität Fribourg, erschienen in „Le Temps“. Übersetzung: Pascal Witzig, Mitglied von Operation Libero. Link zum Originalartikel in „Le Temps“. Link zur Übersetzung. „(…) Ein politisches Regime (ist) der Bezeichnung «Demokratie» nicht würdig, wenn die Grundregel – das Gutheissen von Gesetzen durch das Volk – nicht noch durch weitere

Die aussen- und staatspolitischen Schäden, die die „Selbstbestimmungs-Initiative“ anrichten würde

„Nach ihr die Sintflut: Die ‚Selbstbestimmungsinitiative’“ „Après elle, le déluge: L’initiative pour l’autodétermination“ Unter diesem Titel fassen Barbara Kammermann, Corinne Reber und Tobias Naef von foraus (Forum Aussenpolitik) prägnant und knapp in zehn Punkten die aussen- und staatspolitischen Schäden zusammen, die die „Selbstbestimmungsinitiative“ anrichten würde. Link deutsch Lien français

Andreas Vosskuhle: Was tun gegen den Druck auf den Rechtsstaat?

„Rechtsstaat unter Druck“: Unter diesem Titel veröffentlicht „Die Zeit“ ei­ne ge­kürz­te und leicht be­ar­bei­te­te Fas­sung eines Vor­trags, den An­dre­as Voss­kuh­le, Präsident des deutschen Bundesverfassungsgerichts, un­ter dem Ti­tel »Rechts­staat und De­mo­kra­tie« zur Er­öff­nung des Ju­ris­ten­ta­ges in Leip­zig ge­hal­ten hat. In diesem sehr lesenswerten Artikel, der leider (noch?) nicht online (bzw. nur als bezahltes E-Paper) zugänglich ist, befasst sich Vosskuhle damit, dass der

Ausschaffungs-, Masseneinwanderungs- und Selbstbestimmungs-Initiative

Es ist weder neu noch überraschend: Die Befürworter der „Selbstbestimmungsinitiative“ propagieren sie damit, dass die Ausschaffungsinitiative und die Masseneinwanderungsinitiative nicht umgesetzt worden seien. Zur Ausschaffungsinitiative: Die SVP hadert längst nicht mehr mit dem Parlament, sondern mit der Instanz, die sie sonst als „Souverän“ zu bezeichnen pflegt: Volk und Stände haben die „Durchsetzungsinitiative“ überraschend deutlich abgelehnt. Zur Masseneinwanderungsinitiative: Die Initianten behaupteten

St. Gallen: Polizei muss beurteilen, ob eine Burka den religiösen oder gesellschaftlichen Frieden stört

Mit mehr als Zweidrittelsmehr haben die Stimmberechtigten im Kanton St. Gallen ein Verbot der Gesichtsverhüllung angenommen. Die Strafnorm ist an zwei alternative Bedingungen geknüpft. Sie wurden wohl im Bestreben, Mass zu halten, eingefügt. Aber ihre Praktikabilität ist so fraglich, dass  Sicherheitsdirektor Fredy Fässler am 23.9.18 gegenüber Radio SRF sagte, er könne sich kaum vorstellen, dass eine Polizistin oder ein Polizist

Nationalrat: IS-Terroristen sollen an Folter und Todesstrafe ausgeliefert werden

Noch ist der Ausgang der Abstimmung über die Selbstbestimmungsinitiative offen. Aber der Nationalrat nimmt sich schon jetzt heraus, was sie vorsieht, und setzt sich über Völkerrecht hinweg. Mit 102 zu 72 Stimmen will er für IS-Terroristen das Non-Refoulement-Prinzip aufheben: Das Verbot, jemanden in ein Land auszuschaffen, wo ihm Folter und Tod drohen. Aus einem Bericht des „Tages-Anzeigers“ (21.9.18): „Verurteilte Terroristen,

Starke Stellung der EMRK im Rechtssystem Deutschlands

„In der Diskussion um die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative spielt auch der Vergleich mit der Regelung des Verhältnisses von Landesrecht und internationalem Recht in Deutschland andauernd eine Rolle. Dabei wird zuweilen der Eindruck erweckt, die angestrebte Regelung sei in Deutschland schon Verfassungswirklichkeit, die Selbstbestimmungsinitiative also nichts weiter als ein Stück verfassungsrechtlichen Alltags. Ist das richtig?“ Matthias Mahlmann, Professor für Philosophie und Theorie

Die Selbstbestimmungs-Initiative greift das Fundament der modernen Demokratie an

Der Beirat von Schutzfaktor M – der Allianz der Zivilgesellschaft gegen die SBI – brachte sich zum Jahrestag der modernen Demokratie mit einem offenen Brief in die Debatte über die trügerische „Selbstbestimmungsinitiative“ ein. Am 12. September 1848 trat die erste Bundesverfassung der modernen Schweiz in Kraft. Ihre Grundzüge bestimmen auch heute noch die Grundlagen der liberalen, sozialen, föderalen und rechtstaatlichen

„Frau Huber geht nach Strassburg“

„Frau Huber geht nach Strassburg“: Unter diesem Titel legt die WOZ als Beitrag zur Meinungsbildung über die „Anti-Menschenrechtsinitiative“ („Selbstbestimmungsinitiative“) eine Reportagenreihe und weitere Beiträge als Buch vor. Aus der Pressemitteilung des Verlags: „Fundiert, engagiert und reflektiert setzt es sich mit den möglichen Folgen der Initiative auseinander. Und erzählt eine bisher unbekannte Geschichte der Schweiz: die ihrer Einwohnerinnen und Einwohner, die

„Kein Unternehmen schreibt in seine Statuten, es halte sich unter Umständen nicht an Verträge“

In einem Interview mit der NZZ nimmt Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamts für Justiz, wichtige Klärungen zur Selbstbestimmungsinitiative vor und beurteilt sie als undemokratisch. Link zum Interview. Auszüge: „Das Hauptthema der Initiative ist letztlich, dass sie die Kündigung eines Vertrags als Kollateralschaden in Kauf nimmt. Hinzu kommt, dass wir uns teilweise nicht mehr an geltende Verträge halten sollen. Dies in

„Strassburg“: Schranken der Polemik gegen abtreibende Ärzte sind EMRK-konform

Ein radikaler deutscher Abtreibungsgegner ist mit einer Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gescheitert. Deutsche Gerichte hätten dem Mann zurecht in mehreren Fällen verboten, Abtreibungen als Mord zu bezeichnen und mit dem Holocaust zu vergleichen, urteilte eine Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Link zum Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Gelassenheit und Bereitschaft zur Schadensminderung: Tugenden mit Kehrseite

Nicht erst seit gestern lesen und hören wir immer wieder von gescheiten, gereiften Menschen: Hört doch endlich auf, zu dramatisieren!  Vor jeder Volksabstimmungen behaupten Befürworter und Gegner, wenn man ihnen nicht folge, gehe die Demokratie, die Schweiz oder was sonst noch unter. Wir mögen es nicht mehr hören, nicht mehr lesen. Es beleidigt unsere Intelligenz, unsere Lebenserfahrung. Auch wir, die

Selbstbestimmungs-Initiative: Roger Köppel zur Frage nach EMRK-Kündigung

SVP-Nationalrat Roger Köppel zur Frage, ob man die EMRK kündigen solle (siehe Interview, unten): „Es geht bei der Selbstbestimmungsinitiative darum, die direkte Demokratie zu retten. Mit den Menschenrechten haben wir keine Probleme, die sind alle, erdbebensicher, in unserer Verfassung verankert.“ Wie soll man das verstehen? Als ausweichende Antwort? Oder als Ja zur Kündigung, weil der Schutz der Menschenrechte in der

Eine Hotline für Fragen zur Selbstbestimmungs-Initiative

Operation Libero bietet eine Hotline für Fragen zur Selbstbestimmungsinitiative an: „Hast du Fragen oder Anmerkungen zur “Selbstbestimmungsinitiative” (SBI)? Unser Experten-Team wird dir in Freiwilligenarbeit so schnell wie möglich antworten. Schreibe uns!“ Link zur Hotline.  

Ein parlamentarisches Komitee bekämpft die Selbstbestimmungs-Initiative

Der Verein «BundespolitikerInnen für Demokratie und Rechtsstaat» bildet ein Komitee von BundespolitikerInnen, welche die Selbstbestimmungsinitiative aktiv bekämpfen. Für die Abstimmungskampagne bereiten sie einen Faktencheck vor. Die Homepage heisst denn auch www.faktcheck.ch. Das Ko-Präsidium besteht aus Beat Flach (GLP, AG), Kurt Fluri (FDP, SO), Balthasar Glättli (Grüne, ZH), Rosmarie Quadranti (BDP, ZH), Marco Romano (CVP, TI), Anne Seydoux-Christe (CVP, JU), Marianne

Irreführende Verharmlosung der Selbstbestimmungs-Initiative

Ein neues Bundesgerichtsurteil macht klar, dass die Verharmlosungstaktik der Befürworter der Selbstbestimmungsinitiative irreführend ist. Die Legislative muss eine angenommene Volksinitiative so umsetzen, wie sie geschrieben und gemeint ist. Würde sich der Umgang des Parlaments mit der Masseneinwanderungsinitiative, der nicht nur durch die Initianten als Nichtumsetzung betrachtet wird, als normbildend erweisen, sänke das Initiativrecht verfassungswidrig zu einem erweiterten Petitionsrecht ab. Das Bundesgericht entschied,

L’importance de la CEDH pour les personnes âgées

Le Centre suisse de compétence pour les droits humains (CSDH)  informe: Les inégalités dont peuvent souffrir les personnes âgées – mauvais traitements dans les EMS, lenteur des procédures administratives ou encore discrimination en raison de leur âge – sont des questions qui relèvent du domaine des droits humains, mais on a tendance à l’oublier. D’où l’intérêt de publier une fiche

Bedeutung der EMRK für ältere Menschen

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) teilt mit: Bei Benachteiligungen von älteren Menschen etwa durch Pflegeinstitutionen, zu lange Behördenverfahren oder Diskriminierung geht es auch um Menschenrechtsfragen. Unser Factsheet zeigt, welchen Schutz die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) Betroffenen bietet. Das Factsheet zur Bedeutung der EMRK für ältere Menschen trägt die Garantien der EMRK zusammen, die besonders relevant sind. Weiter weist es auf

Vortrag über Relevanz von EMRK-Urteilen in Schweizer Gerichtspraxis

Das Europa-Institut an der Universität Zürich lädt ein zu einem Mittagsvortrag von Stephan Breitenmoser, Ordinarius für Europarecht an der Universität Basel, Richter am Bundesverwaltungsgericht, am Freitag, 28. September, in Zürich: „Die Relevanz von EMRK-Urteilen in der Praxis schweizerischer Gerichte“. Link zur Ausschreibung.  

Übersicht über unsere Texte zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

Hier finden Sie verlinkte Texte mit Informationen und Argumenten  zur „Selbstbestimmungsinitiative (SBI)“, über die am Abstimmungswochenende des 25. Novembers 2018 entschieden wird. In chronologischer Reihenfolge: 20.11.18: „Stefan Schlegel: ‚Die direkte Demokratie selber ist das erste Opfer der Selbstbestimmungsinitiative’“ 18.11.18: Bundesrat Cassis macht sich Sorgen über die „unmöglichen Übergangsbestimmungen“ der „Selbstbestimmungsinitiative“ 18.11.18: Für Bildung und Forschung: Nein zur „Selbstbestimmungsinitiative“. Appelle verantwortlicher Gremien.

„Völkerrecht – Diktat fremder Richter?“ Eine Doppel-Buchvernissage

Zwei Autoren stellen am Mittwochabend, 19. September 2018, an der Universität Zürich ihre hoch aktuellen Neuerscheinungen vor: Oliver Diggelmann: „Völkerrecht. Geschichte und Grundlagen mit Seitenblicken auf die Schweiz.“ Georg Kreis: „Fremde Richter. Karriere eines politischen Begriffs.“ Professor Andreas Kley moderiert ein Poriumsgespräch mit den beiden Autoren. Mehr dazu hier.

Kampf um die Gewaltenteilung, auch in Deutschland und Italien

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, in der Auseinandersetzung um die Abschiebung von Sami A: Zwar sei die Unabhängigkeit von Gerichten ein hohes Gut.“Aber Richter sollten immer auch im Blick haben, dass ihre Entscheidungen dem Rechtsempfinden der Bevölkerung entsprechen.“ Horst Seehofer (CSU), deutscher Innenminister, sagte im Mai 2018, sein Ziel sei, „diese Spirale aus Gerichtsentscheidungen zu durchbrechen“. Man müsse erreichen, „dass diese Abschiebeverbote

Drei Stossrichtungen der SBI – gibt das Rahmenabkommen den Ausschlag?

Bundesrätin Simonetta Sommaruga drehe sich beim Wort Rahmenabkommen „genervt ab“, schreibt Denis von Burg in der „SonntagsZeitung“ vom 19.8.18 (S. 19): „Sie fürchtet, es könnte Argumente für die Selbstbestimmungsinitiative der SVP liefern, die sie bald bekämpfen muss.“ Dafür hat sie allen Grund. Denn das Rahmenabkommen ist eine der drei Stossrichtungen der Selbstbestimmungsinitiative, nebst dem europäischen Menschenrechtsschutz und einer Stellungnahme der Zweiten

FDP-Nationalrat Thierry Burkart: SBI verspricht, was sie nicht halten kann

„Ich lehne die Selbstbestimmungs-Initiative ab, weil sie gar keine Klärung zwischen Landes- und Völkerrecht schafft“, sagt der Aargauer Nationalrat Thierry Burkart dem „SonntagsBlick“ (19.8.18, S. 23). So halte der Initiativtext fest, dass die Gerichte völkerrechtliche Abkommen, die dem Referendum unterstehen, weiterhin beachten müssten. Das bedeute, dass gerade umstrittene Verträge weiterhin angewandt würden. In Bezug auf die bilateralen Verträge mit der

SAR: Einstehen für Forschungs- und Lehrfreiheit, Solidarität mit verfolgten Forschenden und Lehrenden

SAR steht für Scholars at Risk Network: Scholars at Risk protects scholars suffering grave threats to their lives, liberty and well-being by arranging temporary research and teaching positions at institutions in our network as well as by providing advisory and referral services. Get involved: Universities, colleges, and other institutional members of the SAR Network have a variety of opportunities to

„Selbstbestimmungs-Initiative“: Überlegungen zur Debatte über „Strassburgs“ Urteilspraxis

Im Abstimmungskampf um  die „Selbstbestimmungsinitiative“ kann die Debatte über die Urteilspraxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)  in Strassburg eine grosse Bedeutung bekommen. Die Initianten haben ein „Sündenbüchlein“ bereitgestellt: Eine Zusammenstellungen von Urteilen, in denen „Strassburg“ ihrer Meinung nach über die Anwendung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) hinausgegangen ist, und solche, die sich besonders gut skandalisieren lassen, weil sie zum Beispiel einem

Ein türkischer Rechtsanwalt setzt seine ganze Hoffnung auf „Strassburg“

Grundsätzliche Gedanken von Roger Blum​ über die Beziehung zwischen Demokratie und Rechtsstaat, am Beispiel der Türkei. (Link zum Artikel.) Abschliessend weist er auf die Bedeutung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und der Europäischen Menschenrechtskonvention hin: (…) Der türkische Rechtsanwalt „Veysel Ok setzt seine ganze Hoffnung auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Bei ihm liegen seit dem Putschversuch schon

Wird die SBI-Abstimmung zum Plebiszit über Rahmenabkommen und Flankierende?

Extrait de „l’édito“ von Fabian Muhieddine, rédacteur en chef adoint du „Matin Dimanche“, 29 juillet 2018: „(…) Le peuple devra voter en novembre déjà sur l’initiative de l’UDC, dite ‚Contre les juges étrangers‘, attaque non déguisée contre un éventuel accord-cadre avec l’UE et surtout le recours à un tribunal arbitral pour les différends entre la Suisse et l’UE. Jeu politique suisse

Soll „der Souverän“ das Recht einfordern, Vertragsbruch zu befehlen?

Für die „Selbstbestimmungsinitiative“ (SBI) wird argumentiert, der „Souverän“ habe das Recht, internationale Verträge, insbesondere die Europäische Menschenrechtskonvention, zu verletzen. „Am Ende ist es ganz einfach“, twittert zum Beispiel „Weltwoche“-Redaktor Alex Baur: „Wer hat das letzte Wort? In Deutschland ist es das Verfassungsgericht, in Großbritannien der Adel, in der Schweiz der Souverän. Wir sind sehr gut damit gefahren.“ Wie aber ist

„Nein zum Richterstaat!“ – Hinweise zur Beurteilung dieser Parole

Für die „Selbstbestimmungsinitiative“ (SBI) wird oft geltend gemacht, die Schweiz sei kein „Richterstaat“ und dürfe auch keiner werden. Hierzu ist zunächst festzustellen, dass am 25. November 2018 nicht eine Referendumsvorlage, sondern eine Initiative zur Abstimmung kommt. Wir stimmen also darüber ab, ob die bestehende Rechtslage im Sinne der Initiative verändert werden soll, und nicht darüber, ob eine Gesetzesrevision, eine durch

Für Economiesuisse ist der „Kampf gegen die Selbstbestimmungs-Initiative zentral“

Aus dem Bericht der NZZ vom 19.7.18 über ein Mediengespräch des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse über die „Selbstbestimmungsinitiative“ (Link; siehe auch den Bericht in „24 Heures“): „In der Debatte um die Selbstbestimmungsinitiative lag der Fokus bis anhin bei der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), die allenfalls in Konflikt mit dem Landesrecht stehe. Mehr als vier Monate vor der Abstimmung am 25. November hat der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse

Die EMRK habe „ihre Schuldigkeit getan“, schreibt ein SVP-Richter

Die „Selbstbestimmungsinitiative“ soll die Geltung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) in der Schweiz beenden. Die EMRK habe für die Schweiz ihre „Schuldigkeit getan“, schreibt ein SVP-Richter in der NZZ (Link). Sein Artikel ist vor allem deshalb wichtig, weil er mit den taktischen Verharmlosungen Schluss macht.  „In völkerrechtskonformer Auslegung der Bundesverfassung von 1874 legte das Bundesgericht die Neuerungen der EMRK, insbesondere die verfahrensrechtlichen

EIZ-Seminar zur Bedeutung des Völkerrechts für die Schweiz

Das Europa-Institut an der Universität Zürich führt am Freitag 31. August 2018, 13.30-16.30, in der Seminarreihe „Europa aktuell“ eine  Veranstaltung zum Thema „Bedeutung des Völkerrechts für die Schweiz – aktuelle Entwicklungen“ durch. Leitung: Tobias Baumgartner und Luzia Lehmann. Es referieren: Corinne Cicéron Bühler, Helen Keller und Matthias Oesch. Programm hier.

Schwindender Spielraum für internationale Menschenrechtspolitik?

Die Abhängigkeit Europas von einem guten Einvernehmen mit autoritären, die Menschenrechte systematisch und aus Prinzip verletzenden Regierungen steigt (ein Beispiel). Die Menschenrechtsdialoge sind nicht öffentlich, aber es liegt nahe, dass der Spielraum für internationale Menschenrechtspolitik schwindet. Man wird schon Acht geben müssen, dass die Verhaltensmuster unserer diktatorischen Partner unsere eigenen Verhältnisse nicht beeinflussen. Jedenfalls wird noch wichtiger, dass wir selber

Nostro NO all’iniziativa „per l’autodeterminazione“

L’associazione Nostro Diritto mette un inserzione contro l’iniziativa „per l’autodeterminazione“, in italiano, tedesco e francese. Ecco il testo italiano. Testo tedesco. Testo francese. Se vuole sostenere finanziariamente questo progetto, si prega di versare la sua donazione sul conto Postfinance: 85-475644-5 Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto 8700 Küsnacht Vi ringraziamo vivamente.  

Notre NON à l’initiative „pour l’autodétermination“

L’association „Notre Droit“ insérera une annonce contre l’initiative populaire „pour l’autodétermination“, en français, allemand et italien. Voici le texte français. Texte en allemand. Texte en italien. Si vous voudriez soutenir ce projet par une contribution financière, veuillez verser votre don à notre compte PostFinance: 85-475644-5 au nom de: Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto 8700 Küsnacht

Unser NEIN zur „Selbstbestimmungs-Initiative“

Der Verein „Unser Recht“ wird ein Inserat in deutscher, französischer und italienischer Sprache gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ aufgeben. Den Text in deutscher Sprache finden Sie hier. Französischer Text. Italienischer Text. Für diese Inserate sind wir dankbar um Spenden auf das PostFinance-Konto 85-475644-5 lautend auf: Unser Recht – Notre Droit – Nostro Diritto 8700 Küsnacht. Übersicht über unsere Texte zur Selbstbestimmungsinitiative.

SBI & Sozialdetektive & Hornkühe: Chance und Risiko

Am 25. November wird nun also die SVP-Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ zur Abstimmung kommen – zusammen mit der Hornkuh-Initiative und der gesetzlichen Grundlage für die Überwachung von Versicherten. Abstimmungsvorlagen Objets de la votation populaire Oggetti della votazione popolare Die Hornkuh-Initiative dürfte auf ländliche Bevölkerungskreise und vielleicht auch auf Stimmberechtigte, die dem Tierschutz verbunden sind, mobilisierend wirken. Richtig spannend

Dank Behindertenrechts-Konvention und BehiG eine kohärente Politik

Der Bericht 2018 des Bundesrates zur Behindertenpolitik kann, so meint Humanrights.ch, „durchaus als Startschuss für eine kohärente Behindertenpolitik betrachtet werden. Er schafft die institutionellen Voraussetzungen für Entwicklung und Realisierung einer umfassenden Behindertenpolitik. Entscheidend sind jedoch die nächsten Schritte, die Strategie mit einem konkreten Massnahmenplan und die politische Umsetzung. Dazu müssen aber zwingend alle dafür notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden. Denn politische

Diktatoren und Populisten bedrängen Wissenschaft – „Intelligenter Widerstand“, tätige Solidarität

„Intelligenter Widerstand.“ Unter diesem Titel berichtet Anna-Lena Scholz in der „Zeit“ (Auszug): „(…) Der Schreck ist den Universitäten in die Glieder geschossen: der drohende Brexit, der die britische Spitzenforschung von Kontinentaleuropa abschneiden könnte. Die ungarische, türkische, polnische, russische Regierung, die Wissenschaftler schikaniert, entlässt und vertreibt. Die AfD, die Forschungsergebnisse verdreht. Es sind beinharte Autoritarismen, die Europas Wissenschaftsfreiheit einzuhegen versuchen. Was also

Security-Wildwuchs: Kanton Bern führt Bewilligungspflicht ein.

„Security-Wildwuchs – ein Risiko für Rechtsstaat und Demokratie?“ So war ein Text überschrieben, den wir am 12. Februar 2016 veröffentlichten. Am 8. August desselben Jahres wiesen wir auf einen Artikel von NZZ-Redaktor Daniel Gerny unter dem Titel „Im Security-Bereich droht Wildwuchs“ hin. Nun handelt der Kanton Bern: Der Grosse Rat stimmte der Einführung einer Bewilligungspflicht zu. Link zum Bericht des

Zugänglichkeit zu Urteilen kantonaler Gerichte: Ergebnisse einer Befragung

Der Verein eJustice.CH (vormals Schweizerischer Verein für Rechtsinformatik SVRI) hat im Jahr 2016 ein Projekt zur Verbesserung der Zugänglichkeit kantonaler Urteile lanciert. In einem ersten Schritt wurde in den Kantonen eine Umfrage zur Urteilspublikationspraxis durchgeführt. Die Autoren, Daniel Hürlimann und Daniel Kettiger, präsentieren die Ergebnisse dieser Umfrage und informieren über das weitere Vorgehen in diesem Projekt. Link zum Artikel in der

Für Seniorinnen und Senioren ist die Ablehnung der „Selbstbestimmungs-Initiative“ wichtig

Pro Senectute ist Partnerorganisation der Allianz der Zivilgesellschaft / Schutzfaktor M. Die Allianz bekämpft die „Selbstbestimmungsinitiative“ der SVP, welche den Schutz der Grundrechte durch die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) aufheben würde. Pro Senectute ist aus gutem Grund dabei, denn für alte Menschen in der Schweiz steht viel auf dem Spiel. Bereits jetzt erfahren sie oft Diskriminierung und Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Lebensqualität.

Niccolò Raselli: Die Gründe für ein Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative

Niccolò Raselli, alt Bundesrichter, begründet in einem Artikel seine Ablehnung der SVP-Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“ Nach einer Darlegung des geltenden Rechts für die Beziehung zwischen Landesrecht und Völkerrecht erläutert er Beispiele dafür, was die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) der Schweiz brachte: Recht auf unabhängige Richter Auch Soldaten haben das Recht auf unabhängige Richter Untersuchungshäftlinge haben Anspruch auf unabhängige

Verhältnis Landesrecht-Völkerrecht: Deutschland Vorbild für die Schweiz?

Die Redaktion der Zeitschrift „Plädoyer“ erlaubt uns freundlicherweise, die ausführliche, mit wissenschaftlichem Apparat versehene Fassung des Artikels „Die Befürworter der ‚Selbstbestimmungsinitiative und ihr Blick nach Deutschland: Verkürzt, verfehlt und irreführend“ von Helen Keller und Laura Zimmermann zu verbreiten: Link. Sie erschien in „Plädoyer“ 3/2018. Deutschland als Vorbild der Schweiz – dies propagieren Befürworter der «Selbstbestimmungsinitiative». Dort gelte bereits, was die

Non à l’initiative anti-droits humains: Début de campagne, appel aux dons

Non à l’initiative anti-droits humains! Plus de 100 organisations partenaires au sein de l’Alliance de la société civile / Facteur de protection D, mènent la campagne pour le « non ».“Notre Droit“ en fait partie. Nous lançons la campagne – et nécessairement par un appel aux dons. Déclaration commune: „Vous est-il déjà arrivé, ces dernières années, de vous faire quelques soucis au

Nein zur Selbstbeschneidungs-Initiative: Kampagnenstart mit Spendenaufruf

Nein zur Selbstbeschneidungsinitiative! Über 100 Partnerorganisationen, darunter „Unser Recht“, haben sich gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ zur Allianz der Zivilgesellschaft/Schutzfaktor M zusammengeschlossen. Heute starten sie die Kampagne – und dies notwendigerweise mit einem Spendenaufruf. Gemeinsame Erklärung zum Kampagnenstart: „Vielleicht haben Sie sich in den letzten Jahren das eine oder andere Mal auch schon Sorgen um unsere Demokratie gemacht? In den nächsten sechs

Studie Deutschland und die EGMR-Rechtsprechung: Langfassung bei „Plädoyer“

Am 3. Mai 2018 verbreiteten wir unter dem Titel „Die SBI-Befürworter und ihr Blick nach Deutschland – verkürzt, verfehlt und irreführend“.die Kurzversion einer Studie von Helen Keller und Laura Zimmermann. Eine längere Fassung mit allen Fundstellennachweisen erscheint im „Plädoyer“ 3/18, 28. Mai 2018.

Wichtige Informationsplattform humanrights.ch akut gefährdet. Ein Spendenaufruf.

Humanrights.ch schreibt in ihrem Newsletter vom 7. Mai 2018: „Unsere Informationsplattform humanrights.ch Plateforme d’information humanrights.ch steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Der langjährige Hauptgeldgeber reduzierte Anfang 2017 seine Beiträge aus strategischen Gründen um 90%. Trotz intensivem Stiftungs-Fundraising und Straffung unseres Budgets fehlen uns fürs 2018 noch 34’000 Franken! Die Bemühungen um den Aufbau einer neuen soliden Finanzierungsbasis laufen auf

Was – und wem – nützt die „Strassburger“ Rechtsprechung?

Nach dem Willen der Initianten der Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“ soll sich die Schweiz auf den Pfad Russlands begeben: Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte – und somit die Europäische Menschenrechtskonvention – soll ihre Verbindlichkeit verlieren. Im Abstimmungskampf wird debattiert werden, was die Geltung der EMRK und der „Strassburger“ Rechtsprechung in der Schweiz bewirkt und nützt

Menschenrechte: Im Alter, bei Behinderung, am Arbeitsplatz, bei Freiheitsentzug

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) weist auf neue Angebote hin: Wie steht es um die Verwirklichung der Grund- und Menschenrechte älterer Menschen in der Schweiz? Eine SKMR-Studie bietet eine neue rechtliche Perspektive auf bekannte Schwierigkeiten im Alltag von Älteren. D F Das SKMR bietet auch eine Weiterbildung über die rechtliche Situation von Menschen mit Behinderungen oder von älteren Personen

Wer sichert die Qualität beim EGMR?

„Und wer sichert die Qualität bei den Hütern der Menschenrechte?“ fragt Katharina Fontana im Titel ihres Artikels in der „Weltwoche“ vom 3. Mai 2018 (S. 32 ff.). Seit einiger Zeit wird aus der SVP der Europarat angegriffen. Nationalrat Alfred Heer bezeichnete ihn als „Kloake“ und die Mitgliedschaft der Schweiz als unnötig, anerkannte aber dieser Tage in einem Gespräch im „Rendez-vous

Deutschland und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Deutschland als Vorbild der Schweiz – dies propagieren Befürworter der «Selbstbestimmungsinitiative». Dort gelte bereits, was die SVP in der Schweiz fordere: Landesrecht müsse dem Völkerrecht vorgehen. Muss sich Deutschland nicht an EGMR-Urteile halten und fordert die Selbstbestimmungsinitiative nur, was in Deutschland bereits selbstverständlich ist? Helen Keller, Schweizer Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg und Professorin an der

Die «illiberale Demokratie» beginnt nach aussen auszuschlagen

Eine regierungsnahe ungarische Zeitung veröffentlichte eine schwarze Liste ausländischer Journalistinnen und Journalisten, darunter Meret Baumann (NZZ) und Bernhard Odehnal (Tages-Anzeiger). Der Europarat, dem die Schweiz angehört, die EU und die Mitgliedstaaten beider Organisationen müssen sich darauf vorbereiten, wie sie sich verhalten, wenn eine «illiberale Demokratie» wie Ungarn Journalistinnen und Journalisten ausweisen oder mit Einreisesperren belegen sollte.   Pro memoria: „Illiberale

Gewusst? „Strassburg“ schützt auch Unternehmen!

Die Frage, ob der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg auch Unternehmen schütze, würde wohl von vielen, wenn nicht sogar von einer Mehrheit der Stimmberechtigten verneint. „Strassburg“ wird allzu oft reduziert auf Schutz von Flüchtlingen, MigrantInnen, strafrechtlich Verfolgten, Diskriminierten, Minderheitenangehörigen und Menschen, die wegen Verbreitung unliebsamer Informationen oder wegen Kritik und Dissidenz verfolgt werden. Eine Broschüre „Der Europäische Gerichtshof

Prof. Markus Schefer begründet seine Kritik am Sozialdetektive-Gesetz

Professor Markus Schefer (Universität Basel) hatte in einem Brief an die Mitglieder des Ständerats und des Nationalrats gemeinsam mit drei Kollegen vor Übertreibungen beim Erlass des Sozialdetektive-Gesetzes gewarnt. Die Warnungen wurden in den Wind geschlagen. Nun wird das Referendum ergriffen. In einem Interview mit der WOZ legt Schefer dar, worum es geht.

Präsident Heinz Karrer erklärt Economiesuisse-Nein zur SBI

Economiesuisse veröffentlicht im Internet einen Auszug eines Interviews des „Basler Zeitung“ mit Präsident Heinz Karrer über die Selbstbestimmungsinitiative. Hier sei herausgegriffen, wie Karrer das Argument der Initianten widerlegt, die Schweiz würde durch die Annahme der SBI nur mit Deutschland gleichziehen: „Die Situation in Deutschland ist eine ganz andere. Erstens kennt das Land anders als die Schweiz ein Verfassungsgericht, das Widersprüche

Staatspolitische Kommission des Nationalrats gegen SBI und gegen Gegenvorschlag

Medienmitteilung Communiqué de presse Comunicato stampa „Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats möchte die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)» wie bereits der Ständerat dem Volk ohne Gegenentwurf und mit einer ablehnenden Abstimmungsempfehlung zur Abstimmung vorlegen. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) beantragt ihrem Rat mit 16 zu 9 Stimmen, dem Volk die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen, welche den

Humanrights.ch zum Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (PMT)

Humanrights.ch lehnt den Vorentwurf PMT als Ganzes ab, weil er unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung die rechtsstaatlich abgesicherten Grenzen des staatlichen Handelns in einen Bereich verschiebe, der bislang zurecht Tabu war, nämlich die Kontrolle des Privatlebens von unbescholtenen Individuen: „Solche totalitären Methoden hatten bisher im schweizerischen Recht keinen Platz – und das soll auch so bleiben.“ deutsch français Medienmitteilung des

Schadenersatzklagen von Folteropfern: EGMR stützt Schweizer Praxis

Urteilszusammenfassung von Schutzfaktor M: „Die Grosse Kammer des EGMR bestätigt im heutigen Urteil den Entscheid der Kleinen Kammer aus dem Jahre 2016 und stützt die Schweizer Behörden. In einem sehr ausführlich begründeten Entscheid urteilt der EGMR mit 15 zu 2 Stimmen, dass die Schweiz völkerrechtlich nicht verpflichtet ist, zivile Schadenersatzprozesse von Folteropfern gegen ausländische Staaten durchzuführen, wenn sich die Folter

EGMR verurteilt Türkei und stellt sich zugleich hinter das türkische Verfassungsgericht

Am 2. Februar stellten wir in einem Beitrag zur Abweisung zahlreicher Beschwerden aus der Türkei an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Frage: „Wie lange kann Strassburg verlangen, dass der innerstaatliche Rechtsweg ausgeschöpft wird?“ Am 20. März gab der EGMR nun zwei türkischen Journalisten Recht, welche gegen ihre Inhaftierung Beschwerde geführt hatten. Das Urteil wirft erneut ein Licht auf

Ein Fall für „Strassburg“: Dürfen Telefondaten gespeichert werden?

Sechs Privatpersonen und Mitglieder des Vereins «Digitale Gesellschaft», darunter der Grüne Nationalrat Balthasar Glättli, hatten sich bis vor Bundesgericht gegen die Speicherung ihrer Daten gewehrt. Hierüber berichtet die NZZ in ihrer Ausgabe vom 3. April 2018, S. 11. Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab. Die Datenspeicherung habe eine gesetzliche Grundlage, das öffentliche Interesse an ihr sei gegeben, und sie sei

Gegen das Sozialdetektive-Gesetz wird das Referendum ergriffen

2003 lancierte Christoph Blocher die Kampfparole „Scheininvalide„. 15 Jahre später fährt er reiche Ernte ein. Am Karren zog eine Mehrheit der eidgenössischen Räte. Private Sozialdetektive sollen grössere Befugnisse bekommen als die Polizei. Auch der Vergleich mit den beschränkten Möglichkeiten der Steuerfahndung blieb unbeachtet. Experten und Behindertenorganisationen hatten rechtzeitig auf die Unverhältnismässigkeit solcher Eingriffe in die Privatsphäre hingewiesen. Das Parlament war